Fußball: Der TuS-Express
VON JOACHIM SCHWENK - zuletzt aktualisiert: 21.05.2008Zurück in der Kreisliga A: TuS Drevenack feierte zwei Spieltage vor Schluss den Aufstieg und die Meisterschaft. Trainer Nikolay Gloutchev peilt mit seinem Team in der höheren Klasse einen einstelligen Tabellenplatz an.
Hünxe Die TuS Drevenack nutzte den ersten Matchball sofort. Die Mannschaft machte am drittletzten Spieltag mit dem souveränen 4:0-Erfolg beim SV Bislich II nicht nur nach drei Jahren die Rückkehr in die Fußball-Kreisliga A perfekt. Sie konnte nach der Partie auch die Meisterschaft mit Autokorso im Dorf feiern. Denn der Tabellenführer der Kreisliga B, Gruppe zwei, hat zwei Spiele vor Schluss sechs Punkte Vorsprung vor dem Verfolger SV Friedrichsfeld II und das um 36 Treffer bessere Torverhältnis.
Der TuS-Express krönte damit eine erfolgreiche Saison, in der das Team zuvor schon ein Stück Vereinsgeschichte geschrieben hatte. Die Mannschaft schaffte erstmals den Einzug in die sechste Runde des Kreispokals, in der sie gegen Verbandsligist VfL Rhede nur unglücklich mit 0:2 das Nachsehen hatte. Die guten Ergebnisse im Cup-Wettbewerb sorgen dafür, dass die Turn- und Spielvereinigung mit einigen Optimismus der kommenden Saison im Kreisliga-Oberhaus entgegenblickt. „Wir wollen einen einstelligen Tabellenplatz erreichen. Das wir in der Klasse bestehen können, haben unsere Ergebnisse im Pokal gezeigt“, sagt Spielertrainer Nikolay Gloutchev. Er schaltete mit seinem Team die A-Ligisten SV Brünen (4:2) und SV Rees (3:1) sowie den Bezirksligisten RSV Praest (4:2) aus.
Der Meisterkader
Tor: Christoph Beckmann, Chris Gubbels.
Abwehr: Philipp Fichtler, Christof Twardus, Robert Link, Tobias Sengel, Nicolay Gloutchev, Mittelfeld: Christian Luley, Elmir Fesic, Emir Hajrizi, Tim Dase, Benjamin Greulich, Veton Gashi, Marc Kurbach, Sven Meteling, Patrick Scheer.
Angriff: Christian Neukoether, Mustafa Güclü, Björn Schröck, Kevin Simon.
Ein Schnitt nach dem Abstiegsjahr
Die TuS Drevenack machte nach dem Abstieg aus der Kreisliga A in der Saison 2004/2005 einen Schnitt. „Wir haben das Durchschnittsalter des Teams damals erheblich gesenkt und nach und nach Spieler zurückgeholt, die ihre Laufbahn bei uns in der Jugend begonnen hatten“, meint Abteilungsleiter Ludger Bißlich. Christian Neukoether, Emir Hajrizi (beide PSV Wesel), Tim Dase , Philipp Fichtler (beide STV Hünxe) und Benjamin Greulich (Olympia Bocholt) kehrten zu ihrem Stammverein zurück. „15 der 20 Spieler im Kader kommen aus unserer Jugend“, sagt Bißlich, der das Team für die Aufgabe in der höheren Klasse nur punktuell verstärken will. Zwei oder drei Spieler sollen verpflichtet werden. Akteure, die eine ähnlich tragende Rolle übernehmen sollen wie Christian Luley. Der ehemalige Landesliga-Kicker des Weseler SV wechselte in der Winterpause zur TuS. „Seine Verpflichtung hat uns gut getan“, sagt Bißlich.
Großer Kader der Trumpf
Der Trumpf in dieser Saison war für Trainer Nikolay Gloutchev aber der große, ausgeglichen besetzte Kader. „Alle Positionen waren doppelt besetzt. Wir konnten deshalb auch Ausfälle von Spielern problemlos verkraften“, meint er. Bißlich schreibt aber dem Coach ebenfalls einen großen Anteil am Aufstieg zu. „Er hat uns alle mit seiner professionellen Einstellung mitgerissen“, lobt Bißlich.
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