Die große Herausforderung
VON MICHAEL ELSING - zuletzt aktualisiert: 10.07.2010Der erste Weseler Sparkassen-Triathlon ist auch für Ausrichter Weseler TV eine nicht zu unterschätzende Aufgabe. Mehr als 100 Helfer sollen dafür sorgen, dass die morgige Veranstaltung reibungslos über die Bühne geht.
Grenzenloser Optimismus hört sich wahrlich anders an. Einen Tag vor dem ersten Sparkassen-Triathlon in Wesel geht Manfred Frach, Leiter der Leichtathletik-Abteilung beim Weseler TV, mit einer gehörigen Portion Respekt in die Premiere. "Die vielen Einflussfaktoren sind bekannt. Nur der Ausgang ist unbekannt", sagt Frach, für den die Ausrichtung eines Triathlons nicht vergleichbar ist mit einer Leichtathletik-Veranstaltung, bei der der WTV mittlerweile ein routinierter Gastgeber ist. "Der Aufwand ist um einiges größer als beispielsweise bei der Deutschen Mehrkampfmeisterschaft, die wir auch schon in Wesel ausgerichtet haben", erzählt Frach.
Der Zeitplan
10.40 Uhr: Staffel-Triathlon (500 Meter Schwimmen/20 Kilometer Radfahren/5 Kilometer Laufen).
11.20 Uhr: Volks-, Sprint- und Jugend-Triathlon (500/20/5).
12.15 Uhr: Schüler-Triathlon (400/10/2,5).
12.45 Uhr: Kurz-Triathlon (1000/40/10).
Start und Ziel: Auesee.
Unübersichtliches Gebiet
Der größte Unterschied ist natürlich das unübersichtliche Gebiet, auf dem der Triathlon stattfindet. Spielt sich bei der Leichtathletik nahezu alles im Stadion ab, kommen beim Triathlon auch noch das Schwimmen und Radfahren hinzu. Entsprechend steigt die Zahl der Helfer, die benötigt werden. "Uns steht jetzt gerade einmal das Mindestmaß an Helfern zur Verfügung. Wir könnten aber noch zusätzliche Kräfte gebrauchen", so Frach, der sich bei etablierten Triathlon-Ausrichtern den einen oder anderen Rat holte. Auch mit Mareen Hufe, Wesels Vorzeige-Triathletin, hielt Frach regelmäßig Kontakt. Die erfolgreiche Extremsportlerin lässt es sich nicht nehmen, in ihrer Heimatstadt an den Start zu gehen.
Sie hat sich für den Sprint-Triathlon (500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, 5 Kilometer Laufen) entschieden und nutzt diesen Wettbewerb als Vorbereitung für ihren Saisonhöhepunkt, wenn sie eine Woche später in Roth den Ironman, die Königsdisziplin des Triathlons, bestreitet. Die Sprint-Variante hat sich auch ein Mann ausgesucht, der bisher nur auf Laufstrecken für Furore sorgte. Der für den Hamminkelner SV startende Weseler Maximilian Feiler bestreitet seinen ersten Triathlon. "Aus Spaß und mit einem geliehenen Rad", wie er versichert.
Große Resonanz
Insgesamt werden rund 500 Sportler mit von der Partie sein. Der WTV erreicht damit gleich beim ersten Mal die Zahl von Teilnehmern, die er sich ohnehin als Höchstgrenze gesetzt hatte. Bei einer weiteren Unwägbarkeit setzt Manfred Frach auf die Disziplin der Badegäste, die bei hochsommerlichen Temperaturen sicher in Scharen den Auesee aufsuchen werden. Denn die Laufstrecke geht mitten durch den Fluss der Badegäste. Spätestens gegen 16 Uhr wird Frach dann wissen, ob der Weseler TV die Herausforderungen eines Triathlons bestanden hat.
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