Leichtathletik: Ein Lauf mit Atmosphäre
VON JOACHIM SCHWENK - zuletzt aktualisiert: 02.06.2009Der Sonnenuntergang über dem Auesee und ein mit Fackeln beleuchteter Zielkanal sorgten beim zweiten Weseler Moonlight-Lauf für besonderes Flair. 147 Teilnehmer waren von der Veranstaltung begeistert.
Am Schluss gab's Gänsehaut-Atmosphäre beim Rennen mit ungewöhnlicher Startzeit. Die Organisatoren des zweiten Weseler Moonlight-Laufs hatten sich am Freitagabend etwas Besonderes einfallen lassen, um die letzten Meter der 7,2 Kilometer langen Strecke am Auesee für die 147 Starter zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen. Der Zieleinlauf am Auestadion, wo die Teilnehmer um 21.15 Uhr auf die zwei Runden des Rennens geschickt worden waren, wurde mit brennenden Fackeln abgesteckt.
"Schöner als Berlin-Marathon"
"Das war ein Highlight nach der Anstrengung", meinte ein Teilnehmer anerkennend, während ein anderer Wesel sogar in den höchsten Läufer-Himmel hob. "Die Atmosphäre war unvergleichlich. Der beleuchtete Zieleinlauf war schöner als der letzte Kilometer beim Berlin-Marathon", sagte Lutz Görtzen vom Futsal-Club FC Juniors Grav-Insel. Rundum zufrieden waren auch die Organisatoren HADI Wesel und TAF-Timing nach der zweiten Auflage des Rennens. "Es war eine Super-Veranstaltung, die nicht besser hätte laufen können", stellte Dieter Kloß (HADI Wesel) fest. "Dieser Lauf hat einen besonderen Charakter ohne die typischen Eigenschaften eines Sportevents. Davon lebt er", sagte Hermann Terhorst (TAF-Timing).
Storm und Rohs vorn
Sven Storm (Voerde) siegte bei den Männern in 26:28 Minuten. Auf den Plätzen folgten Stefan Bur (Wesel, 26:41) und Patrick Zuchowski (Voerde, 26:53).
Schnellste Frau war Birte Rohs (Wesel, 27:45) vor Nina Koopmann (HADI Wesel, 27:58) und Anette Woszny (Haffen-Mehr, 29:53).
Einige der Teilnehmer nutzten das Rennen, um zu testen, ob die Form für den Dreiwiesellauf am kommenden Sonntag (Start: 10 Uhr Auestadion) stimmt. Die meisten waren zufrieden mit ihren Zeiten, die sie beim Rennen auf dem 3,6 Kilometer langen Weg am See erzielten. Er kann seit November 2007 mit 19 Flutlichtstrahlern ausgeleuchtet werden, damit die Jogger dort auch in der dunklen Jahreszeit ihre Runden drehen können. Am Freitag wurde kein Flutlicht benötigt, da es lange hell genug war. Erst am Ende ging die Sonne rot-golden über dem See unter und sorgte für ein weiteres Bild, das den Läufern in Erinnerung bleiben wird.
70 Starter mehr als beim Debüt
Die 147 Teilnehmer – 70 mehr als beim Debüt vor einem Jahr – zahlten jeweils fünf Euro Startgeld. Der Erlös der Veranstaltung geht komplett in den Unterhalt der beleuchteten Trainingsrunde. "Die Versicherung und die Stromkosten können wir damit wieder für ein Jahr zahlen", sagte Dieter Kloß.
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