Tennis: Elsner dominiert
VON MICHAEL ELSING - zuletzt aktualisiert: 31.03.2008Tennis: Nie zuvor war das Herren-Ranglistenturnier des TV Mehrhoog so hochkarätig besetzt. Der frühere Grand-Slam-Sieger der Junioren setzte sich beim Hogenbusch-Cup souverän durch. Peter Torebko wurde Dritter.
Einst dominierte er das Junioren-Tennis in der Welt. Und auch wenn die ganz großen Erfolge anschließend ausblieben: Den Umgang mit dem Filzball hat Daniel Elsner nicht verlernt. Der Mannheimer war der herausragende Akteur beim Turnier des TV Mehrhoog um den Hogenbusch-Cup und sicherte sich vollkommen verdient die Punkte für die Deutsche Rangliste sowie das Preisgeld in Höhe von 1500 Euro.
Dafür musste er sich nicht einmal seiner Trainingshose entledigen, was aber auch an den wenig sommerlichen Temperaturen lag. Im gestrigen Endspiel traf Daniel Elsner auf Holger Fischer, der vor zwei Jahren das Turnier auf der Anlage im Hogenbusch zu seinen Gunsten entschieden hatte. Bei einsetzendem Nieselregen ließ der 29-jährige Elsner seinem Gegner keine Chance und gewann die Partie in zwei Sätzen mit 6:3 und 6:2. Schon im Halbfinale hatte die Nummer 50 der Deutschen Rangliste dem Koblenzer Nikolai Fidirko dessen Grenzen aufgezeigt und mit 6:4, 6:0 die Oberhand behalten. Den einzigen umkämpften Durchgang spielte Elsner im Viertelfinale, als er Max Pexa (Dümpten) mit 7:6 und 6:1 bezwang.
Überrascht und erfreut
Die Spieler, die zu ungewohnter Jahreszeit beim Hogenbusch-Cup antraten, waren überrascht und erfreut über den tadellosen Zustand der Plätze.
„Allerdings haben die Akteure es uns auch einfach gemacht. Sie haben durch ihr lockeres Auftreten vieles erleichtert“, sagte Werner Breitscheid.
„Enorme Leistungsdichte“
Es war jedoch nicht nur Elsner, der auf den hervorragend hergerichteten Plätzen in Mehrhoog hochklassiges Tennis zeigte. „Das war das beste Feld, das wir je hier hatten. Die Leistungsdichte war enorm, was man schon daran erkennen kann, dass die Nummer eins und zwei der Setzliste in der ersten Runde ausgeschieden sind. Leider war das Zuschauerinteresse nicht so groß, was aber auch am Wetter gelegen haben dürfte“, sagte Werner Breitscheid, stellvertretender Abteilungsleiter des TVM . Zum Niveau des Turniers trug auch ein Akteur bei, der in Wesel kein Unbekannter ist. Peter Torebko, ehemals SuS Wesel-Nord, entschied das Spiel um den dritten Platz gegen Nikolai Fidirko mit 6:2, 5:7 und 6:1 für sich.
Busch scheiterte im Achtelfinale
In der Vorschlussrunde hatte er gegen Holger Fischer in zwei klaren Sätzen das Nachsehen gehabt. Zuvor hatte der mittlerweile für den TC Ratingen spielende Torebko beim 6:2, 6:1-Erfolg gegen Marc Leimbach (Kassel) seine beste Turnierleistung gezeigt. Die weiteren Lokalmatadoren mussten früh die Segel streichen. Julius Goedecke (TC Flüren), der kampflos ins Achtelfinale gekommen war, hatte bei seiner 0:6, 1:6-Niederlage gegen Marc Pexa keine Chance.
Breitscheid, dessen Blick vor allem gestern immer wieder angstvoll in Richtung Himmel ging, war nach dem Ende des Turniers heilfroh, dass der TV Mehrhoog für seine engagierte Vorbereitung belohnt wurde. „Unsere Gebete sind erhört worden. Wir mussten keine einzige Begegnung unterbrechen“, freute er sich.
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