Fußball: Endstation Verbandsliga
VON JOACHIM SCHWENK - zuletzt aktualisiert: 12.02.2008Es ist ein starkes Stück, was der Verband da von den Vereinen verlangt. Natürlich muss es auch in der künftig nur noch fünfthöchsten Liga vor allem aus Sicherheitsgründen gewisse Auflagen für die Stadien geben. Auch die wären für den SV Schermbeck auf dem Waldsportplatz schon nicht leicht zu erfüllen. Doch müssen VIP-Räume oder 40 Quadratmeter große Umkleidekabinen ein Muss für eine Qualifikation für die Oberliga NRW sein? Wer so etwas verlangt, der darf sich nicht wundern, wenn an der Basis der Eindruck entsteht, dass für kleinere Vereine aus kleineren Gemeinden mit eben kleineren Stadien künftig in der Verbandsliga Endstation sein soll. Soll es Amateurfußball auf höherem Niveau also nur noch in Städten geben? Sollen Erfolgsgeschichten, wie sie der SVS nun einmal geschrieben hat, somit nicht mehr möglich sein?
Der Verband muss schwer aufpassen, dass er nicht die Basis verliert. Das fängt mit dem jetzt aufgestellten Forderungskatalog an. Das geht damit weiter, dass der Fußball-Verband Westfalen die Gebühren für die Clubs verdoppelt hat, weil er so gut wie pleite ist. Und das hört damit auf, dass es weiter Überlegungen gibt, Sonntags-Spiele in der Bundesliga schon um 15 Uhr anzupfeifen. Genau dann also, wenn bei den Amateuren der Ball rollt und die kleinen Clubs über jeden Zuschauern froh sind, der Eintritt zahlt. Diese Einnahmen brauchen sie zum Überleben.
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