Handball: Erfolge in der Fremde
VON THOMAS PETRIKOWSKI - zuletzt aktualisiert: 25.07.2008Die Handballer Jonas und Fabian Gorris haben ihre Laufbahn bei der HSG Wesel begonnen. Doch mittlerweile geht das Brüderpaar in den Niederlanden und beim MTV Dinslaken auf Torejagd. Und das mit großem Erfolg.
Die Handball spielenden Brüder Jonas und Fabian Gorris schwimmen momentan auf der Erfolgswelle. Die beiden Weseler, die ihre Karriere jeweils bei HSG Wesel begannen, gehen seit längerer Zeit bei neuen Vereinen erfolgreich auf Torejagd.
Jonas, der seit zwei Jahren in Breda Tourismus-Managment studiert, spielt seit 2007 beim holländischen Zweitligisten White Demons (Breda). Jüngst schlug er zwei Angebote der holländischen Handball-Erstligisten Red Drag Tachos (Waalwijk) und Hellas (Den Haag) aus, weil der 21-jährige sich auf sein Studium konzentrieren will. „Außerdem fühle ich mich bei den White Demons sehr wohl“, sagt Jonas Gorris. Der Rückraum-Spieler, der bei seinem Club zu den Leistungsträgern zählt, strebt mit seinem Team in der kommenden Spielzeit den Aufstieg an.
Der große Wunsch
Die Gorris-Brüder hegen übrigens einen gemeinsamen Wunsch, den sie sich auch noch unbedingt erfüllen wollen.
„Wir wollen eines Tages zusammen in einer Mannschaft auf dem Feld stehen. Das wäre schon phänomenal“, sagen Jonas und Gabian Gorris übereinstimmend.
Bereits im Alter von vier Jahren begann Jonas Gorris bei der HSG Wesel mit dem Handball. Dort spielte er bis zu seinem 16. Lebensjahr. Danach wechselte er zum Bundesligisten GSG Duisburg, mit dem er deutscher B-Jugend-Vizemeister wurde. Nach starken Leistungen folgten Berufungen für die Niederrhein- und Westdeutsche Auswahl.
Ein Spiel im Nationaltrikot
Außerdem absolvierte Gorris – der bisher größte Erfolg seiner Laufbahn – ein Freundschaftsspiel für das deutsche Jugend-Nationalteam. Doch dann musste er eine Entscheidung treffen – entweder ein Leben in der Handball-Halle oder mit Freunden und einem guten Schulabschluss. „Mir waren die Freunde wichtiger als eine Karriere als Profi“, sagt der ältere der beiden Gorris-Brüder.
Nach einem Jahr kehrte er schließlich zur HSG Wesel zurück. Mit 17 Jahren spielte er dort schon in der ersten Mannschaft. Doch an seine Zeit in Wesel denkt er nur ungerne zurück. „Bis auf Trainer Sven Esser gibt es dort niemanden, der dich richtig fördert“, sagt er.
Seiner Meinung nach sind die Vereine aus Schermbeck und Dinslaken in puncto Jugendförderung der HSG Wesel weit voraus. Nach einem kurzen Gastspiel von 2005 bis 2006 beim Oberligisten TV Jahn Hiesfeld nimmt er 2006 sein Studium auf und spielt seitdem für die White Demons in den Niederlanden.
Lieber Handball als Fußball
Sein Bruder Fabian spielt mittlerweile für den MTV Rheinwacht Dinslaken. In der abgelaufenen Saison hatte er als Leistungsträger der A-Jugend großen Anteil am Aufstieg in die Regionalliga. Zwischenzeitlich spielte er auch noch beim PSV Wesel Fußball. Doch schließlich siegte die Liebe zum Handball. „Das ist einfach actionreicher als Fußball“, so der 18-Jährige, der in Sachen Jugendförderung bei der HSG Wesel die Auffassung seines Bruders teilt.
Ab der kommenden Spielzeit will sich der ehemalige Jugend-Auswahlspieler beim Verbandsligisten MTV Dinslaken durchsetzen. „Es wird zwar schwer, aber ich kann es schaffen“, gibt er sich selbstbewusst.
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