Triathlon: Feiler zeigt Respekt – Hufe ist begeistert
zuletzt aktualisiert: 12.07.2010Der Tenor der Teilnehmer war größtenteils einstimmig. Zwar keuchten sie im Ziel alle und griffen sofort nach der Wasserflasche. Doch trotz der tropischen Temperaturen zeigten sie sich mit der Triathlon-Premiere in Wesel zufrieden.
Für Mareen Hufe war der Volkstriathlon eigentlich eine bessere Trainingseinheit. Denn ihr Fokus ist auf den Saisonhöhepunkt am kommenden Sonntag beim Ironman in Roth gerichtet.
Die für den TV Voerde startende Weselerin ließ es sich aber nicht nehmen, bei der Premiere in ihrer Heimatstadt dabei zu sein. Und Hufe gewann den Wettbewerb über 500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen souverän in 1:07,55 Stunden.
Das Wetter hatte ihr im Gegensatz zu vielen Hobbyläufern keine Probleme bereitet. "Im Wasser und auf dem Rad bekommt man sowieso genug Abkühlung. Auf der Laufstrecke war es schon ziemlich heiß. Aber ich mag es, bei solchen Bedingungen zu laufen", erklärte Hufe.
Am Start hatte sie einen alten Bekannten getroffen: Thomas Bettger, der sie vor einigen Jahren zum Triathlon brachte und mit dem sie auch heute noch zeitweise trainiert. Mittlerweile rennt die Extremsportlerin dem Langstreckenläufer jedoch davon. "Das war keine Überraschung, dass sie heute eher im Ziel war als ich", sagte Bettger hinterher lachend.
Sein Debüt als Triathlet gab Maximilian Feiler. Für den Langstreckler aus Wesel, der für den Hamminkelner SV startet, war es aller Voraussicht nach aber ein einmaliges Experiment. "Beim Schwimmen bin ich nach 100 Metern vom Kraul- auf den Bruststil umgestiegen. In der Wechselzone ging's zu wie beim Zoll am Flughafen und nach dem Wechsel vom Rad auf die Laufstrecke fühlten sich meine Beine wie Wackelpudding an", erzählte Feiler, der sich beinahe das komplette Equipment für die zweite Disziplin auslieh. Doch auch Feiler lobte die Organisatoren für eine "Hammer-Veranstaltung". Hufe pflichtete ihm bei und strich die Leistung von Manfred Frach heraus. "Er hat hier ein Meisterstück vollbracht", sagte Hufe, die im Vorfeld eng mit dem Leichtathletik-Abteilungsleiter des Weseler TV zusammengearbeitet hatte.
Friedrich-Wilhelm Häfemeier, Vorstandsvorsitzender der Verbands-Sparkasse, der selbst den Sprint-Triathlon absolvierte, freut sich bereits auf die zweite Auflage im kommenden Jahr. "Ihr steht eigentlich nichts mehr im Weg. Vor zwölf Jahren habe ich meinen letzten Triathlon bestritten. Aber ich fühle mich noch fit und bin trotz des Wetters gut durchgekommen. Der Triathlon hier rund um den Auesee kann jedenfalls ein Renner werden", glaubt Häfemeier.
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