Handball: Gelungene Heimpremiere
VON JOACHIM SCHWENK - zuletzt aktualisiert: 21.09.2009Handball-Verbandsligist SV Schermbeck setzt mit dem überraschenden 30:25-Sieg gegen den Oberliga-Absteiger TV Ratingen ein erstes Ausrufezeichen. "Die Mannschaft hat einen Schritt nach vorne gemacht", sagt Trainer Bell.
Der SV Schermbeck hat ein erstes Ausrufezeichen in der Handball-Verbandsliga gesetzt. Er schaffte am Samstag einen vor allem in der Höhe überraschenden 30:25 (14:15)-Heimsieg gegen den Oberliga-Absteiger TV Ratingen, bei dem seit dieser Saison Sven Esser, ehemaliger Coach der HSG Wesel, auf der Bank sitzt. "Mit diesem Erfolg hatte ich nicht gerechnet. Doch die Mannschaft hat gezeigt, dass sie im Vergleich zur vergangenen Saison einen Schritt nach vorne gemacht hat", stellte Trainer Burkhard Bell nach der gelungenen Heimpremiere zufrieden fest.
Nur zu Beginn mit Problemen
Vor allem in einer Hinsicht hat sich sein Team im Vergleich zur vergangenen Spielzeit erheblich verbessert. Der SV Schermbeck lässt sich nicht mehr so leicht aus der Bahn werfen, wenn der Gegner versucht, ihn mit körperbetonten Spiel aus dem Rhythmus zu bringen. Der Gastgeber hielt am Samstagabend in der Halle an der Erler Straße immer dagegen und zeigte nur zu Beginn einige Schwächen. Da war der Mannschaft die Verunsicherung nach der schlechten Leistung bei der 27:28-Auftaktniederlage beim TV Vorst noch anzumerken. Doch nach einem 3:7-Rückstand kam der SVS besser ins Spiel und kämpfte sich bis zur Pause auf ein Tor heran. Nach dem Wechsel wendete sich das Blatt dann schnell. "Da haben wir sehr clever gespielt und deshalb verdient gewonnen, auch wenn die Niederlage etwas zu hoch ausgefallen ist", meinte Bell.
Nölschers Fanclub
Michael Nölscher, Neuzugang des SV Schermbeck, hatte am Samstag einen "kleinen Fanclub" auf der Tribüne.
Fünf Freunde und Bekannte aus vergangenen Stuttgarter Zeiten besuchten den ehemaligen Regionalliga-Spieler, der erneut bewies, welch große Verstärkung er für den SVS ist.
Neuzugang Kerbstadt überzeugt
Die Garanten für den Erfolg waren zum einen die erneut guten Torhüter Niklas Bell, der drei Siebenmeter parierte, und Philip Busjan, der einen Strafwurf abwehrte. Zum anderen nutzen Frederik Bell (sieben Tore) und Daniel Robert (sechs) ihre Chancen konsequent. Und ein Neuzugang überzeugte bei seiner Verbandsliga-Premiere. Linksaußen Benedict Kerbstadt erzielte drei Tore. "Er hat auf einer Position, die zuletzt immer einer unserer Schwachpunkte war, ein sehr gutes Spiel gemacht", lobte Bell.
Er liegt mit seinem Team jetzt nach zwei Partien schon im Soll. Der SVS hat sich aufgrund des schweren Auftakt-Programms zum Ziel gesetzt, in den ersten vier Spielen zwei Punkte zu holen. "Dass wir diese Zähler jetzt schon auf dem Konto haben, sorgt für Sicherheit und gibt Selbstvertrauen", sagte Bell, der sich freute, dass seine Mannschaft im Gegensatz zur Niederlage in Vorst an "die guten Leistungen angeknüpft hat, die wir in der Vorbereitung geboten haben".
SV Schermbeck: N. Bell, Busjan - C. Seibel, S. Seibel (5), Kerbstadt (3), Schuchardt, Hinz (1), Speckamp (2), F. Bell (7), Nölscher (3), Kuhn (1), Felisiak (2), Robert (6/1).
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