GW Flüren am Tiefpunkt
VON SEBASTIAN EHM - zuletzt aktualisiert: 04.12.2006Akute Abstiegsgefahr: Tischtennis-Oberligist enttäuschte bei der deutlichen 4:9-Heimniederlage im Schlüsselspiel gegen SVM Essen. Die Mannschaft beendete die Hinrunde auf dem vorletzten Platz.
Zum Abschluss der Hinrunde in der Tischtennis-Oberliga gab es für GW Flüren eine weitere bittere Enttäuschung. Die Mannschaft kassierte am Samstag nach einer schwachen Leistung eine nicht nur in der Höhe überraschende 4:9-Niederlage im Heimspiel gegen SVM Essen und fiel hinter dem Gast auf den vorletzten Platz zurück – der Tiefpunkt. Das Team schwebt damit nach den Wochen der Wahrheit mit Spielen gegen vier Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt in akuter Abstiegsgefahr. Denn die Grün-Weißen holten in den vier Partien statt der erhofften sechs nur zwei Punkte.
„Auf der ganzen Linie versagt“
Die Ratlosigkeit war nach der Begegnung groß. „Wir haben auf der ganzen Linie versagt. Weder die spielerischen Mittel, noch die Einstellung waren ausreichend für eine so wichtige Partie im Abstiegskampf“, sagte GWF-Akteur Wolfgang Gerth. Dabei hatte es zunächst noch gut ausgesehen für den Gastgeber. Denn der Oberligist ging in den Doppeln durch Erfolge von Jörn Franken/Sascha Kaiser und Jens Faber/Jörg Löbe mit 2:1 in Führung. Wolfgang Gerth und Sebastian Frintrop mussten sich in ihrem Doppel nur knapp in fünf Sätzen geschlagen geben. Spitzenspieler Jens Faber brachte GW Flüren dann sogar mit 3:1 in Führung. Das war es aber auch schon. Anschließend gelang nur noch Sascha Kaiser, der als einziger Flürener seit Wochen in guter Form ist, ein Sieg.
Rückt Kaiser auf?
Flüren wird die Rückrunde in der Oberliga eventuell in veränderter Aufstellung bestreiten. Die Mannschaft überlegt, Sascha Kaiser ins mittlere Paarkreuz aufrücken zu lassen.
Denn Kaiser ist seit Wochen in guter Form und weist im unteren Paarkreuz eine überzeugende Einzel-Bilanz von 13:3-Siegen auf. Neuzugang Sebastian Frintrop (6:15-Erfolge), der bislang hinter seinen Möglichkeiten zurückgeblieben ist, würde dann im unteren Paarkreuz antreten.
„Diese schwache Leistung kann ich mir nicht erklären. Wir haben mit Sicherheit das Potenzial für die Klasse. Doch wir haben unsere Nerven in den Spielen, die im Abstiegskampf entscheidend sind, einfach nicht im Griff. Jetzt können wir nur darauf hoffen, dass sich dies in der Rückrunde ändert. Und wir müssen unsere Leistungen im Training verbessern“, meinte Wolfgang Gerth enttäuscht.
Der Weseler TV beendete die Hinrunde in der Landesliga gestern mit einem 9:5-Heimsieg gegen TTA Kevelaer-Wetten. Der Gastgeber, der zum ersten Mal in dieser Saison in Bestbesetzung antreten konnte, verbesserte sich auf den dritten Platz und hat nur noch zwei Zähler Rückstand auf Rang zwei.
WTV hat Rang zwei im Visier
„Jetzt wollen wir in der Rückrunde noch einmal angreifen. Vielleicht können wir ja noch Vizemeister werden“, sagte Ralph Benning, der seine beiden Einzel und das Doppel mit Stefan Rademacher gewann. Die weiteren Punkte für den Weseler TV holten Hans-Jürgen Oploh, Gordon Thiel, Stefan Rademacher, Pierre Rudics (2) und Veit Grüttgen.
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