Leichtathletik: Halbmarathon: Sieg für Mölders, Titel für Kamps
zuletzt aktualisiert: 13.09.2010Dave Mölders (LV Marathon Kleve) gewann gestern den 20. Halbmarathon der Leichtathletik-Abteilung des SV Schermbeck in 1:14,14 Stunden. Der 34-Jährige, der in zwei Wochen beim Berlin-Marathon starten wird, war im Rennen über 21,1 Kilometer eine Klasse für sich und ließ seinen Kontrahenten keine Chance. "Die Strecke mit den Schotterwegen und den vielen Hügeln war sehr anspruchsvoll", meinte Mölders. Vor allen Dingen die 15 Kilometer lange Teilstrecke durch den Dämmerwald war bei den 426 Startern beliebt.
"Für mich ist das Rennen in Schermbeck der landschaftlich schönste Halbmarathon am Niederrhein", sagte der Zweitplatzierte Werner Kamps (Hamminkelner SV), der nach 1:18,35 Stunden ins Ziel kam. Der 46-Jährige sicherte sich damit die Halbmarathon-Kreismeisterschaft, die im Rahmen der Veranstaltung ausgetragen wurde. Als Dritter erreichte Thomas Holland (Marathon Dinslaken) nach 1:20,15 Stunden das Ziel. Holland gewann zudem mit Ingo Krutzinna den neu eingeführten Teamwettbewerb, bei dem die zwei besten Läufer eines Vereins oder eine Gruppe gewertet wurden.
Schnellste Läuferin war die Niederländerin Zerline de Boer in 1:33,58 Stunden. "Mit meiner Leistung bin ich sehr zufrieden. Am Ende war es allerdings ein bisschen schwierig", sagte die Athletin des TV Vreden. 300 Meter vor dem Ziel an der Gemeinschaftsgrundschule Schermbeck stellte der Veranstalter die Teilnehmer auf der 21,1 Kilometer langen Strecke mit einer, so de Boer, "kleinen, aber gemeinen Steigung" ein letztes Mal auf die Probe.
Schrecksekunde nach Stromausfall
Eine Schrecksekunde musste Ausrichter SV Schermbeck überstehen, als kurzzeitig der Strom ausfiel und die Zeitmessung in Gefahr zu geraten drohte. Doch nach wenigen Minuten war alles wieder im Lot. Dieter Kettler, Pressewart der Leichtathletik-Abteilung, der zuvor unruhig hin und her gerannt war, konnte durchatmen. Ansonsten waren die Organisatoren mit der Veranstaltung sehr zufrieden. Erst als die ersten Athleten ins Ziel einliefen, begann es zu regnen. Von den 491 gemeldeten Läufern starteten 426. Die Marke von 500 Meldungen wurde zwar nicht ganz erreicht. "Doch wir können mit dem Ergebnis leben", sagte Kettler.
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