Handball: HSG Wesel: Das Comeback von Fehlemann
zuletzt aktualisiert: 22.02.2008Wesel/Schermbeck (josch) Die HSG Wesel kommt in der Handball-Verbandsliga in den selten gewordenen Genuss, eine Partie gegen einen Gegner zu bestreiten, an den sie durchaus angenehme Erinnerungen hat. Schließlich schaffte der Tabellenletzte im Hinspiel gegen den TV Oppum, bei dem er am Sonntag antritt, den bislang einzigen Sieg der Saison. Damals weckte das 32:29 nach einem Start mit 0:8-Punkten noch Hoffnungen auf den Klassenerhalt. Die bestehen nach elf Niederlagen in Folge längst nicht mehr. Angesichts dieser Negativserie versteht es sich auch von selbst, dass Trainer Sven Esser nicht mit dem Ziel in die Begegnung in Oppum geht, gegen den Tabellenfünften eine erneute Überraschung schaffen zu wollen.
„Das Ergebnis ist absolut zweitrangig. Wichtig ist, dass die Mannschaft sich gut verkauft. Alles andere wird sich dann zeigen“, sagte der Coach gestern. Er kann wieder auf Björn Fehlemann bauen, der nach einem Kahnbeinbruch sein Comeback wagt. Auch Markus Seidler, der zuletzt aus privaten Gründen fehlte, ist wieder dabei. Dafür fällt jetzt eventuell Oliver Rühl (Achillessehnen-Verletzung) aus.
Bell: „Stehen nicht unter Druck“
Burkhard Bell bleibt seiner Linie treu. Der Trainer des SV Schermbeck, Spitzenreiter der Landesliga, trägt im Rennen um die Meisterschaft weiter Gelassenheit zur Schau. „Wir haben nichts zu verlieren. Denn wir stehen ja nicht unter dem Druck, Meister werden zu müssen“, sagte Bell, der mit seinem Team am Sonntag beim Neunten OSC Rheinhausen II antritt.
Der SV Schermbeck weiß dabei nicht so recht, was ihn erwartet. Denn der Gastgeber, der vor der Saison hoch gehandelt wurde, ist in dieser Saison beständig unbeständig. Vor zwei Wochen verhalf er dem SVS durch einen Erfolg gegen den SC Bottrop zur Rückkehr an die Spitze. Am vergangenen Spieltag verlor er dann deutlich mit 18:28 beim Fünften HSV Bocholt. „Viel hängt beim Gegner davon ab, ob er Verstärkungen aus der ersten Mannschaft erhält“, sagte Bell. Damit muss am Sonntag gerechnet werden. Denn die SVS-Partie ist das Vorspiel für das Regionalliga-Spiel des ersten OSC-Teams.
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