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Handball: HSG Wesel fehlt die Konstanz

VON JOACHIM SCHWENK - zuletzt aktualisiert: 16.11.2007

Der abstiegsgefährdete Handball-Verbandsligist hat sich in zu vielen Spielen eine Auszeit genommen. Das soll jetzt anders werden, obwohl das Personal nach den Ausfällen von Karl Janssen und Björn Fehlemann knapp geworden ist.

Schwerstarbeit wird am Sonntag auf die Abwehr der HSG Wesel – hier Oliver Rühl (links) und Markus Seidler – warten. Denn die DJK Adler Königshof ist in der Offensive sehr gut besetzt.  Foto: RPO
Schwerstarbeit wird am Sonntag auf die Abwehr der HSG Wesel – hier Oliver Rühl (links) und Markus Seidler – warten. Denn die DJK Adler Königshof ist in der Offensive sehr gut besetzt. Foto: RPO

Wesel/Schermbeck Sven Esser ist momentan wirklich nicht zu beneiden. Nicht nur, dass der Trainer des abstiegsgefährdeten Handball-Verbandsligisten HSG Wesel mit erheblichen Aufstellungssorgen zu kämpfen hat. Jetzt hat’s den Coach selbst übel im Rücken erwischt, weshalb er sich nur eingeschränkt bewegen kann. „Doch irgendwie werde ich am Sonntag schon in die Halle kommen“, sagte Esser gestern. Dann will er mit seiner Mannschaft in der Heimpartie gegen den Tabellenachten DJK Adler Königshof (8:8-Punkte) das Beste aus der misslichen Personallage machen, in der die HSG steckt. Abschreiben will der Trainer des Drittletzten (3:13) die Begegnung nicht, obwohl nach Karl Janssen (Fingerbruch) jetzt in Björn Fehlemann (Kahnbeinbruch) der zweite wichtige Akteur im Rückraum über Wochen ausfällt. „Denn wir müssen langsam anfangen, Spiele zu gewinnen“, sagte Esser.

Info

Starker Rückraum

Die DJK Adler Königshof, Gegner der HSG Wesel, ist im Rückraum enorm stark besetzt. Dort spielen in Alex Spoo und Maher Farhan zwei Akteure, die in der Torschützenliste der Klasse weit vorne stehen.

Spoo liegt mit 71 Treffern in acht Spielen auf Platz drei. Farhan ist mit 54 Toren Siebter.

„An Leistungsgrenze gehen“

Der Trainer hält es nicht für ausgeschlossen, dass dies trotz erheblicher Schwächung im Rückraum gelingen kann. Auch Torhüter Michael Hillig ist zuversichtlich. „Wir müssen nur an unsere Leistungsgrenze gehen. Dann können wir auch in dieser Besetzung mithalten“, meinte er. Das Problem ist nur, dass sich die Mannschaft in den bisherigen Begegnungen zu oft Auszeiten nahm und es dem Gegner so erleichterte, sich eine gute Ausgangsposition zu verschaffen. So war es auch am Sonntag bei der 24:27-Niederlage beim VfL Rheinhausen. „Uns fehlt die Konstanz. Das ist der große Schwachpunkt in dieser Saison. Wenn wir dieses Manko abstellen, haben wir auch gegen Königshof eine Chance, obwohl der Gegner in der Offensive sehr starke Spieler hat“, sagte Esser.

Ganz andere Sorgen als der Weseler Coach hat Burkhard Bell, Trainer des SV Schermbeck. Dem passt es nämlich nicht so recht ins Konzept, dass seine Mannschaft als Neuling mit nunmehr 13:3-Punkten jetzt schon seit zwei Spieltagen an der Tabellenspitze der Landesliga steht. Schließlich hat Bell mittlerweile allergrößte Mühe, die Euphorie zu dämpfen, die mittlerweile im Umfeld herrscht.

Bell: „Sind kein Titelanwärter“

„Wir wollen es natürlich so lange wie möglich auskosten, dass wir an der Spitze stehen. Doch wir sind kein Titelanwärter“, bekräftigte der Coach auch gestern. Diese Rolle schiebt er anderen Clubs zu. Zum Beispiel dem Tabellensechsten DJK Adler Bottrop (10:6-Punkten), der morgen, 18 Uhr, beim SVS antritt. „Das ist von den Teams, die ich bislang in der Klasse gesehen habe, die Mannschaft, in der das größte Potenzial steckt“, meinte Bell. Nichtsdestotrotz will der Gastgeber den sechsten Sieg in Folge schaffen. Denn so schnell möchte der Neuling den Platz an der Sonne auch nicht wieder abgeben.

Quelle: RP

 
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