Boxen: Knappe Niederlage für WBC
zuletzt aktualisiert: 03.11.2006Sportlich lief es für Ausrichter Weseler Box-Club am Mittwoch in der Schützenhalle Feldmark beim Vergleichskampf gegen eine Duisburger Staffel nicht nach Wunsch. Der Gastgeber hatte mit 10:11 das Nachsehen. Dafür stimmte die Bilanz aber in anderer Hinsicht. Gut 200 Zuschauer sorgten für eine gute Kulisse beim Kampf der Nordrhein-Liga. „Das ist eine sehr erfreuliche Resonanz. Es zeigt sich immer mehr, dass der 1. November ein guter Veranstaltungs-Termin für uns ist. Schon im vergangenen Jahr stimmte der Besuch an diesem Tag“, sagte Horst Höpken, Geschäftsführer des Weseler BC und Organisator des Kampftags.
„Wir wurden benachteiligt“
Ärgerlich war für Höpken, dass zwei Asse des Gastgebers vor eigenem Publikum nicht ihr Können zeigen konnten. Hakan Sayman und Max Kaluza waren zum Zuschauen verurteilt, weil Duisburg keine Gegner für sie stellen konnte. „Das war ein Grund für unsere Niederlage“, sagte Höpken. Ein anderer war, dass die Weseler von den Punktrichtern, so Höpken, „in einigen Kämpfen benachteiligt wurden“. So brachte WBC-Schüler Cem Korkmaz gegen den Hamborner Enez Gündüz die klareren Treffer an, musste sich aber mit einem Unentschieden begnügen. Ein Remis gab es auch für Halbschwergewichtler Agon Selami gegen Salvatore Cancardo (Hamborn). „Selami war in dem Kampf klar überlegen. Er hätte einen Sieg verdient gehabt“, kritisierte Höpken.
Im Halbweltergewicht zeigte WBC-Boxer Alexander Kaun gegen Yilmaz Güzel (Hamborn) eine gute Leistung. Er konterte immer wieder mit Schlagkombinationen. Als sein Gegner in der letzten Runde angezählt wurde, gab’s endgültig keinen Zweifel mehr an Kauns Punktsieg. Für einen weiteren Weseler Erfolg sorgte Devran Samiloglu gegen Tobias Olbrecht (Walsum), der in der ersten Runde schon zu Boden musste. Anschließend versuchte Samiloglu zu ungestüm, die vorzeitige Entscheidung zu erzwingen. Sein Punktsieg war allerdings einstimmig.
Bei der Veranstaltung kam es zu einem Wiedersehen zweier Boxer, die früher Deutsche Meister waren. Wolfgang Tepper (Wesel) und Reinhold Flor (Walsum), die beide national und international erfolgreich waren, schauten sich die Kämpfe in der Schützenhalle Feldmark an.
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