Fußball: Nervöser PSV Wesel gewinnt 2:0
zuletzt aktualisiert: 21.04.2008Zunächst die gute Nachricht aus Sicht des PSV Wesel: Der Fußball-Bezirksligist bleibt im Titelrennen der schärfste Verfolger des TV Jahn Hiesfeld. Er hielt den Rückstand von drei Punkten durch den gestrigen 2:0 (0:0)-Sieg beim VfB Lohberg konstant. Mehr Positives gab laut Trainer Werner Lehwald aber nicht zu vermelden.
„Wir haben dermaßen nervös agiert, dass ich an der Seitenlinie schon selbst unruhig geworden bin“, sagte der Coach. Vor allem in der ersten Halbzeit war seinen Schützlingen deutlich anzumerken, dass es nun langsam in die entscheidende Phase der Saison geht. Vor dem Tor des Gegners zeigten die Gäste Nerven. „Wir mussten eigentlich mit einem 5:0-Vorsprung in die Kabine gehen – so viele hochkarätige Möglichkeiten hatten wir“, meinte Lehwald.
Nach dem Wechsel musste dann ein Distanzschuss herhalten, um den Bann zu brechen. Stefan Giesen fasste sich in der 55. Minute ein Herz und hatte Erfolg. Wenig später half der Gastgeber dem PSV, etwas mehr Ruhe in seine Aktionen zu bekommen. Er leistete sich in der eigenen Hälfte einen folgenschweren Fehlpass, den Kadir Güzel aufnahm und zum 2:0 vollstreckte.
„Wir haben Hilfe gebraucht, um auf die Siegerstraße zu kommen“, meinte Lehwald, der zwei Akteure aus seiner Formation hervorhob. „Timur Sürek und Marcel Kirsch haben die gegnerischen Spitzen komplett ausgeschaltet.“ Es war auch der Verdienst der beiden Manndecker, dass der VfB in 90 Minuten nicht eine einzige Torchance besaß. Der bekannteste Akteur auf dem Platz war der ehemaligen Bundesliga-Schiedsrichter Jürgen Jansen (Essen). Der hatte seinen Auftritt in der 35. Minute, als er Werner Lehwald den Rat gab, den rotgefährdeten Eray Tuncel auszuwechseln, was dieser dann auch tat. „Das war deutlich überzogen“, urteilte der PSV-Trainer.
PSV Wesel: Erhart – Vieira, Sürek, Kirsch, Giesen, Sayman, Bossow, Meyer, Güzel (68. Cwiek), Tuncel (35. Schild), Kiewitz (80. Kaya).
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