Tischtennis: Oberliga-Aus für GW Flüren
VON JOACHIM SCHWENK - zuletzt aktualisiert: 23.05.2007Rückzug: Mannschaft tritt in der nächsten Saison zwei Klassen tiefer in der Tischtennis-Landesliga an. Verpflichtung von neuen Spielern scheiterte an finanziellen Forderungen. Abteilungsleiter Kiehle: „Das ist bitter.“
Chancen gestiegen
Den Weseler TV hat der Rückzug von GW Flüren ein Stück näher an die Verbandsliga gebracht.
Jetzt muss nur noch ein Team aus einer höheren Klasse zurückziehen, damit der WTV aufsteigen kann.
Jetzt ist es amtlich. GW Flüren meldet seine Herren-Mannschaft aus der Tischtennis-Oberliga ab. Abteilungsleiter Dieter Kiehle teilte dem Westdeutschen Tischtennis-Verband gestern mit, dass das Team in der kommenden Saison nur noch in der Landesliga antreten wird. Außerdem wird die zweite Mannschaft, die zwei Spieler ans erste Team abstellen muss, aus der Bezirksliga in die Bezirksklasse zurückgezogen. „Dieser Schritt ist bitter. Aber uns blieb keine andere Wahl“, sagte Kiehle gestern.
4000 Euro und Fahrgeld
Das Aus zeichnete sich bereits seit Wochen ab. Spitzenspieler Jens Faber (DJK Wattenscheid) und Gregor Pudlo (TuS Porselen) hatten GW Flüren schon vor dem letzten Spieltag, an dem sich das Team mit einem Sieg beim SVM Essen den Klassenerhalt sicherte, mitgeteilt, dass sie den Verein verlassen. Faber, der in Bochum wohnt, und Pudlo (Mönchengladbach) war der Aufwand zu groß, zum Training und den Spielen nach Flüren zu kommen. Aus diesem Grund meldete sich später auch Sascha Kaiser (TTF Bönen) ab, der in Hagen studiert und stets drei Stunden mit dem Zug nach Flüren anreiste.
Kiehle hoffte damals noch, Ersatz für das Trio zu finden. Vergeblich. „Alle Verhandlungen mit Spielern haben sich aus finanziellen Gründen zerschlagen. Es gab Akteure, die wollten neben dem Fahrgeld noch 4000 Euro für eine Saison haben. Dieses Spielchen können und wollen wir nicht mitmachen“, sagte Kiehle. Als sich abzeichnete, dass GW Flüren weder ein Team für die Oberliga, noch eine Mannschaft, die in der Verbandsliga eine gute Rolle spielen könnte, stellen kann, suchten sich auch Sebastian Frintrop (Post SV Oberhausen) und Jörn Franken (TuS Xanten) neue Vereine. Und für GW Flüren geht’s jetzt zwei Klassen tiefer weiter.
Zwei Akteure aus dem Oberliga-Kader sind geblieben: Wolfgang Gerth und Jörg Löbe. „Ich hatte zwar auch Angebote aus der Oberliga. Doch ein Wechsel war für mich kein Thema, weil ich Ur-Flürener bin und mich in diesem Verein wohl fühle“, sagte Gerth. Dies sei auch bei den Spielern der Fall gewesen, die den Club jetzt verlassen haben. „Wir hatten halt das Pech, dass Faber, Pudlo und Kaiser während der Saison umgezogen sind. Sonst wären sie bestimmt geblieben. Und die Mannschaft wäre nicht auseinandergebrochen“, meinte Kiehle.
Zwei Neuzugänge
Das Team geht jetzt mit zwei Neuzugängen in die Saison: Jadranko Roso, der beim Verbandsliga-Absteiger SV Menzelen die Nummer fünf war, und Volker Klaczynski, Spitzenspieler des Bezirksligisten TV Mehrhoog. Zudem rücken Torsten Lantermann und Gerd Joschko aus der zweiten Mannschaft auf. „Damit haben wir ein Team, das stark genug ist, um in der Landesliga in der oberen Tabellenhälfte mitzuspielen“, sagte Wolfgang Gerth.
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