Piotrowski ist Deutsche Meisterin
zuletzt aktualisiert: 04.02.2008Kathrin Piotrowski schrieb gestern Nachmittag in der Bielefelder Seidenstickerhalle ein Stück Vereinsgeschichte. Sie sorgte für den ersten Titelgewinn des BV Wesel Rot-Weiß bei den Deutschen Meisterschaften im Badminton, nachdem der Verein bei der Jugend schon 28 Erfolge geschafft hatte. Die 27-Jährige gewann das Mixed-Finale mit Ingo Kindervater (BC Beuel) gegen die in der Weltrangliste einen Platz vor ihnen stehenden Kristof Hopp/Bianca Overzier (BC Bischmisheim/BC Beuel) unerwartet glatt mit 21:19, 21:10.
„Wir haben sehr gut und schnell gespielt. Das hat Spaß gemacht. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass wir das Finale so deutlich gewinnen würden“, sagte die BV-Spielerin nach der Partie, die nur im ersten Satz spannend war. Nachdem die bei den Titelkämpfen an Nummer eins gesetzten Piotrowski/Kindervater den hart umkämpften Durchgang für sich entschieden hatten, besaßen sie im zweiten Satz relativ leichtes Spiel. Nach 35 Minuten war der fünfte Titelgewinn von Kathrin Piotrowski bei einer Deutschen Meisterschaft perfekt.
Sie blieb mit ihrem Partner, mit dem sie in der Weltrangliste auf dem 15. Platz steht, auf dem Weg zum Erfolg ohne Satzverlust. Das Duo hatte sich am Samstag im Viertelfinale gegen Henning Zanssen/Bianca Pils (BV Gifhorn) mit 21:12, 21:9) und im Halbfinale gegen Tim Dettmann/Annekatrin Lillie (SG Berlin/BW Wittorf) mit 21:18, 21:12 behauptet. Kathrin Piotrowski wird nun wahrscheinlich bei der Mannschafts-Europameisterschaft in Almere (Niederlande) starten – das Team wird noch nominiert.
„Ein Riesenerfolg“
Stephan Lölls Traum von einem Medaillengewinn ging nicht in Erfüllung. Die Nummer eins der Regionalliga-Mannschaft des BV Wesel verlor am Samstag das Viertelfinale im Doppel mit Hendrik Westermeyer (SCU Lüdinghausen) gegen Jochen Cassel/Thomas Tesche (BC Bischmisheim ) mit 16:21, 18:21. Der zweite Satz stand dabei lange auf des Messers Schneide. „Wir haben bis zum 16:16 gut mitgehalten“, meinte Stephan Löll, bei dem sich die Enttäuschung über die Niederlage allerdings in Grenzen hielt. „Ich habe ein sehr gutes Turnier gespielt. Der Einzug ins Viertelfinale war schon ein Riesenerfolg für mich.“
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