Fußball: Pokal-Derby mit Brisanz
VON JOACHIM SCHWENK - zuletzt aktualisiert: 02.02.2008Wesel erwartet heute in der fünften Runde auf Kreisebene den Lokal- und Liga-Rivalen PSV Wesel. Für die Trainer ist die Partie eine wichtige Standortbestimmung vor den anstehenden Aufgaben in der Meisterschaft.
Die Trainer versuchen zwar, der Begegnung keinen allzu hohen Stellenwert beizumessen. Schließlich gibt’s für beide Teams in dieser Saison weitaus wichtigere Ziele als einen Sieg in der fünften Runde des Fußball-Kreispokals. Doch Thomas Ridder (BW Wesel) und sein Gegenüber Werner Lehwald (PSV Wesel) wissen zu genau, dass bei ihrer Aussage vor allem der Wunsch Vater des Gedankens ist. „Für mich hat die Meisterschaft ganz klar Vorrang. Aber sagen sie das mal den Spielern“, stellte Werner Lehwald gestern treffend fest.
„Eine Menge Emotionen“
Baldiges Wiedersehen
Für die beiden Kontrahenten gibt’s schon bald ein Wiedersehen. In sechs Wochen steht in der Meisterschaft das Derby an.
Der PSV Wesel erwartet am Sonntag, 16. März, die Zebras auf der neuen Anlage am Molkereiweg.
BW Wesel gegen den PSV Wesel – in diesem Duell steckt immer eine Menge Brisanz. Auch wenn es nur, wie heute ab 14.30 Uhr im Lippestadion, um Pokalehren geht. Schließlich stand in den Partien der beiden derzeit besten Weseler Fußball-Teams in den letzten Jahren immer eine Menge auf dem Spiel – es ging zumeist um wichtige Punkte im Kampf um die Meisterschaft in der Bezirksliga. Da werden die Kicker kaum einen Gang runterschalten, wenn man sich jetzt „nur“ im Pokal misst. „Gerade in einem Spiel gegen den PSV stecken immer eine Menge Emotionen“, meinte Thomas Ridder, Trainer des Gastgebers BW Wesel.
Schließlich geht’s heute auch darum, sich im ersten Pflichtspiel des Jahres eine Menge Selbstvertrauen für die nun folgenden Aufgaben in der Meisterschaft zu holen. „Ein Sieg in einem Derby ist immer gut für die Moral“, sagte Lehwald, der mit seiner Mannschaft vor entscheidenden Wochen im Titelrennen steht. „Wir treffen in den nächsten sechs Wochen auf alle Spitzenteams. Ende März werden wir wissen, ob wir noch ein Titelanwärter in der Bezirksliga sind.“ Zunächst geht’s am Samstag, 9. Februar, gegen den Tabellenführer TV Jahn Hiesfeld. Mit dem Spitzenspiel wird die neue Anlage am Molkereiweg eingeweiht. „Die Pokalpartie gegen die Zebras ist eine gute Standortbestimmung für uns. Da können wir sehen, wo wir nach der Winterpause stehen“, sagte Lehwald, der sehr wahrscheinlich alle Mann an Bord. „Das hat’s schon lange nicht mehr gegeben.“
Ohne Piricek und Has
Der Gastgeber kann fast aus dem Vollen schöpfen. Nur Kadir Piricek und Bülent Has (beide Trainingsrückstand) sind nicht dabei. „Ich habe endlich wieder Alternativen“, meinte Ridder, für den die Partie ebenfalls eine Standortbestimmung ist. Er bestreitet mit seinem Team im Februar noch die Nachholpartien beim VfL Rhede II und bei Barisspor Bottrop. „Diese Begegnungen müssen wir gewinnen, wenn wir im Titelrennen bleiben wollen. Sie sind für mich wichtiger als das Pokalspiel“, sagte Ridder. Ob seine Kicker es auch so sehen?
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