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Fußball: PSV Wesel: Der dritte Pokal-Streich

zuletzt aktualisiert: 10.05.2007

Nur drei Tage, nachdem der PSV Wesel im Titelrennen der Fußball-Bezirksliga seine letzte Chance verspielt hat, zeigte das Team von Trainer Werner Lehwald wieder ihr besseres Gewicht und zog gestern Abend mit einem 4:1 (1:1)-Erfolg gegen den Verbandsligisten VfL Rhede in die erste Runde des DFB-Pokals auf Verbandsebene ein. Dem PSV gelang dieses Kunststück damit zum dritten Mal in Folge und Lehwald mag angesichts der immensen Leistungssteigerung seiner Schützlinge den Coup im Pokal mit einem lachenden und einem weinenden Auge gesehen haben.

David Meyer (rechts) erzielte drei Minuten vor dem Ende das 3:1 für den PSV Wesel, dem kadirGüzel 120 Sekunden später noch das 4:1 folgen ließ.  Foto: RPO
David Meyer (rechts) erzielte drei Minuten vor dem Ende das 3:1 für den PSV Wesel, dem kadirGüzel 120 Sekunden später noch das 4:1 folgen ließ. Foto: RPO

„Heute hat die Mannschaft den Gegner wesentlich ernster genommen. Sie hat gemerkt, dass sie gegen ein höherklassiges Team mehr investieren muss“, sagte er unmittelbar nach dem Schlusspfiff. Angesichts der schwachen Vorstellung vor drei Tagen, als bei der 1:2-Niederlage beim VfB Lohberg auch die letzten Titelträume des PSV geplatzt waren, ein bezeichnendes Urteil des Coaches. In der Tat legte der Gastgeber los, als wolle er schon in den ersten zehn Minuten die Pleite in der Meisterschaft vergessen machen. Das 1:0 durch den gestern sehr stark aufspielenden Marvin Prietzel (9.) war hoch verdient. Bis zur Pause nahm dann zwar der VfL Rhede das Heft in die Hand. Doch ein Zwei-Klassen-Unterschied war trotz des Ausgleichstreffers, den Stefan Wenzel-Teuber in der 35. Minute erzielte, nicht zu erkennen.

Das änderte sich auch nach dem Wechsel nicht, auch wenn die Gäste tonangebend blieben, dabei aber erschreckend einfallslos agierten. Prietzel schloss dann in der 69. Minute den ersten ernsthaften Konter des PSV zum 2:1 ab. Und der Youngster war auch an den weiteren Treffern des Außenseiters beteiligt, die David Meyer (87.) und Kadir Güzel (89.) markierten. „In einigen Situationen hatten wir sicherlich das Glück auf unserer Seite. Unverdient war der Sieg aber nicht, auch wenn er am Ende etwas zu hoch ausgefallen ist“, sagte Lehwald.

PSV Wesel: Hoffacker – Vieira, Assfelder, Meyer, Kirsch, Sayman, Derr (88. Kiewitz), Schöneberg (60. Sürek), Tuncel (60. Hajrizi), Güzel, Prietzel.

Quelle: RP

 
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