Fußball: PSV Wesel: Glanzlos zum 3:0-Erfolg
VON MICHAEL ELSING - zuletzt aktualisiert: 17.12.2007Werner Lehwald war ohne Zweifel froh, dass der PSV Wesel gestern weitere drei Punkte im Titelrennen der Fußball-Bezirksliga gewonnen hatte. Sein Urteil über die Qualität der Begegnung beim SV Vonderort, die der PSV mit 3:0 (2:0) für sich entschied, war dagegen vernichtend. „Dieses Spiel hatte den Namen Fußball nicht verdient. Ich konnte jedenfalls nichts Derartiges erkennen“, sagte der Coach, dessen Team nun mit drei Punkten Rückstand auf Spitzenreiter TV Jahn Hiesfeld ins neue Jahr geht.
Positiv am Auftritt des Tabellendritten beim Drittletzten war für Lehwald lediglich die Tatsache, dass der PSV in der Vergangenheit solche Partien häufiger verloren hatte. Das blieb ihm diesmal erspart, obwohl er dem Abstiegskandidaten mehr Möglichkeiten gestattete, als es Lehwald lieb war.
Der PSV ging in der 21. Minute durch einen sehenswerten Schuss von Eray Tuncel von der Strafraumgrenze aus in Führung. 300 Sekunden vor der Pause erhöhte Dennis Kiewitz nach feinem Zuspiel von Andre Vieira auf 2:0. Zu diesem Zeitpunkt hatten beide Teams nur noch zehn Akteure auf dem Feld. Denn Daniel Schild hatte in der 35. Minute nach einer Rangelei ebenso wie sein Gegenspieler die Rote Karte gesehen.
Nur drei Minuten nach dem Wechsel musste ein weiterer PSV-Akteur das Feld vorzeitig verlassen. Andre Vieira war zu Fall gebracht worden. Doch der Schiedsrichter entschied gegen den Abwehrchef der Gäste und zeigte ihm zudem die Gelb-Rote Karte. „Das war eine sehr zweifelhafte Entscheidung“, urteilte Lehwald, dessen Schützlinge anschließend in Unterzahl zwar nicht mehr ernsthaft in Gefahr gerieten, dem Spiel aber auch nicht mehr ihren Stempel aufdrücken konnten. Die Entscheidung fiel in der 75. Minute, als Kadir Güzel das 3:0 für den Gast markierte. „Da kann ich mir noch so viel Mühe geben, aber dieses Spiel kann ich einfach nicht schön reden“, meinte Werner Lehwald.
PSV Wesel: Erhart – Vieira, Kirsch, Meyer, Giesen, Schild, Güzel, Tuncel, Prietzel (42. Bossow), Kiewitz (85. Balci), Kaya (73. Sürek).
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