Fußball: PSV Wesel: Sieg der Qualität
VON MICHAEL ELSING - zuletzt aktualisiert: 17.11.2008Im Derby beim SV Bislich behauptete sich der Tabellenzweite nach einigen Anlaufschwierigkeiten noch souverän mit 4:0. Der Gastgeber verlor nicht nur die Punkte, sondern auch noch Christian Pünchera, der die Rote Karte sah.
Das „Duell auf Augenhöhe“, von dem im Vorfeld häufig geredet wurde, war spätestens nach 56 Minuten beendet. Da erzielte Eray Tuncel den Treffer zum 2:0 für den PSV Wesel beim SV Bislich. Es war mehr als eine Vorentscheidung im Derby der Fußball-Bezirksliga. Und es sollte sogar noch dicker kommen für den Gastgeber, der am Ende mit 0:4 (0:1) den Kürzeren zog.
Gerade nach dem Wechsel wurde allzu deutlich, was beide Teams derzeit voneinander trennt. Es ist schlichtweg die spielerische Qualität, die dem SV Bislich fehlt und die der PSV besitzt. Im ersten Durchgang trat dies noch nicht so sehr zu Tage. Die Bislicher waren durchaus gleichwertig, besaßen in der 41. Minute sogar eine große Möglichkeit, als Daniel Bensberg einen Kopfball knapp neben das Tor setzte. Zu diesem Zeitpunkt lag das Team von Trainer Christoph Körner allerdings schon mit 0:1 hinten. Die einzig gelungene Kombination des Tabellenzweiten in den ersten 45 Minuten über Eray Tuncel und Kadir Güzel schloss Dennis Kiewitz in der 17. Minute zum 1:0 ab.
PSV ist wieder dran
Der PSV Wesel machte auf Spitzenreiter Borussia Bocholt weiteren Boden gut. Nach der 1:2-Niederlage der Borussia gegen die SV Friedrichsfeld beträgt der Rückstand nur noch vier Punkte.
Der SV Bislich steht weiterhin nur aufgrund des besseren Torverhältnisses nicht auf einem Abstiegsplatz.
Gelb-Rot für Maik Sachse
„Wir haben uns in der ersten Halbzeit phasenweise sehr schwer getan, weil wir uns taktisch unklug verhalten haben“, sagte Raschid, der nach dem Wiederanpfiff einen geordneteren Auftritt seiner Schützlinge sah. Das wurde durch Tuncels 2:0 belohnt. Dennis Kiewitz räumte in der 63. Minute mit seinem zweiten Treffer die letzten Zweifel am PSV-Sieg aus.
Anschließend kam der SV Bislich dem Lokalrivalen entgegen, weil er sich innerhalb von 120 Sekunden zu zwei Undiszipliniertheiten hinreißen ließ. Zunächst sah Christian Kirchhöfer (65.) nach einem üblen Foul an Andre Vieira die Rote Karte. Wenig später langte der bereits verwarnte Maik Sachse im eigenen Strafraum völlig unnötig gegen David Meyer hin und musste mit einer Gelb-Roten Karte ebenfalls das Feld vorzeitig verlassen. Den fälligen Elfmeter verwandelte Kadir Güzel zum Endstand. In den restlichen 20 Minuten taten sich beide Teams nicht mehr weh. „Wir haben auch in der Höhe verdient gewonnen“, so Raschid und verteilte ein Lob an Dennis Kiewitz. „Er hat endlich kapiert, worauf es ankommt. Er macht jetzt nicht nur die Tore, sondern setzt sich auch vorbildlich ein.“
Körner ärgerten Platzverweise
Christoph Körner ärgerte vor allem die Platzverweise. „Wir müssen die Punkte gegen andere Teams holen. Aber das uns Christian Pünchera in den nächsten Spielen fehlt, tut schon weh“, meinte der Coach.
SV Bislich: Sextro – Pünchera, Wissing, Martin Sachse, Bensberg, Prison, Bruckwilder (63. Thiemann), Isik (75. Weienberg), Floris, Maik Sachse, Duvenbeck (75. Krause).
PSV Wesel: Erhart – Meyer, Sürek (75. Janzen), Kirsch, Pasinski (83. Juwig), Giesen (83. Kaya), Sayman, Güzel, Tuncel, Vieira, Kiewitz.
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