Fußball: PSV wieder auf Abstiegsplatz
VON MICHAEL ELSING - zuletzt aktualisiert: 26.04.2010Nach einer enttäuschenden Vorstellung verlor Fußball-Landesligist PSV Wesel gestern gegen den direkten Konkurrenten Duisburger SV 1900 mit 0:2. Trainer Franz Raschid kritisierte sein Team anschließend heftig.
Franz Raschid ließ seiner Enttäuschung freien Lauf. "Ich weiß nicht, warum wir zu Hause immer so weit unter unserer Form spielen", sagte der Trainer des Fußball-Landesligisten PSV Wesel unmittelbar nach der 0:2 (0:1)-Pleite gegen den Duisburger SV 1900. Eine Niederlage, die unangenehme Konsequenzen für den Aufsteiger hatte.
Denn der gestrige Spieltag hätte kaum schlechter für den PSV laufen können. Nicht nur der gestrige Gegner, sondern auch der SuS Dinslaken 09 (1:0 beim 1. FC Bocholt) und der 1. FC Kleve II (3:0 gegen die DJK Arminia Klosterhardt) zogen an der Mannschaft von Raschid vorbei, die nun wieder auf einem Abstiegsplatz steht und zwei Zähler Rückstand zum rettenden Ufer aufweist. Und der scheidende Coach legte in Sachen Kritik kräftig nach. "Das waren gerade einmal 30 Prozent unseres Könnens. Kein Zweikampfverhalten, keine Präsenz im Mittelfeld und keine Durchschlagskraft im Angriff", zählte Raschid die Defizite des Gastgebers auf.
Relegation möglich
In der Landesliga sind nach der Saison Relegationsspiele möglich. Der Fall trifft ein, wenn kein Team des Verbandes Niederrhein aus der NRW-Liga aufsteigt.
Dann spielen die Vizemeister der drei Landesliga-Gruppen einen weiteren Aufsteiger in die Niederrheinliga aus. Und die Drittletzten der Landesliga kämpfen in einer Relegation um einen noch freien Platz in der Klasse.
Probleme im Spielaufbau
Zur Verzweiflung trieb ihn zudem, dass seine Schützlinge erneut nicht das umgesetzt hatten, was er mit ihnen im Vorfeld der Partie besprochen hatte. "Ich habe darauf hingewiesen, welche Spieler des Gegners bei Ecken gefährlich sind. Es hat nichts genützt", so Raschid. Er spielte damit auf die Szene aus der 15. Minute an, in der seine Mannschaft mit 0:1 in Rückstand geriet, als der Duisburger Carlo Strauß im Anschluss an einen Eckball völlig frei zum Kopfball kam und diesen Freiraum mühelos nutzte. Und da der Neuling in der Folgezeit erhebliche Probleme im Spielaufbau besaß, hatten die Gäste nur wenig Schwierigkeiten, den Vorsprung zu verwalten. Lediglich Kadir Güzel bot sich in der 22. Minute eine allerdings hochkarätige Gelegenheit, die er jedoch vergab. Auch nach dem Wechsel fehlte dem PSV Wesel die Struktur in seinen Aktionen. Zwangsläufig blieben weitere Chancen zum Ausgleich nahezu aus. Nur Eray Tuncel war in der 65. Minute einem Treffer nah, verzog aber in aussichtsreicher Position.
Entscheidung kurz vor Schluss
Zehn Minuten vor dem Ende verpasste der Duisburger SV noch die Entscheidung, als er nur die Latte traf. Der zweite Konter brachte dann den Erfolg. Das 2:0 durch Julian Giebel (89.) war auch gleichzeitig der Endstand. "Es ist mir völlig unbegreiflich, wie man in einem so wichtigen Spiel so schwach auftreten kann", ärgerte sich Franz Raschid.
PSV Wesel: Erhart - Weinkath (61. Sayman), Kirsch, Sürek, Isik (46. Meis), Grimm, Meyer, Giesen, Güzel, Tuncel, Boland (30. Hinnemann).
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