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Fußball: Sieg der Cleverness

VON MICHAEL ELSING - zuletzt aktualisiert: 04.12.2006

Wesel gewann Bezirksliga-Derby beim SV Bislich mit 2:0. In einer intensiven Begegnung auf schwierigem Untergrund verdienten sich die Zebras den Erfolg, weil sie ihre wenigen Chancen konsequent nutzten.

Ein Bild mit Symbolcharakter: Hakan Isik (Mitte) bejubelt mit Sascha Guettari und Rocco Steinert (links) seinen Treffer zum 1:0 für BW Wesel. Die Bislicher Martin (links) und Maik Sachse wenden sich enttäuscht ab.  Foto: RPO
Ein Bild mit Symbolcharakter: Hakan Isik (Mitte) bejubelt mit Sascha Guettari und Rocco Steinert (links) seinen Treffer zum 1:0 für BW Wesel. Die Bislicher Martin (links) und Maik Sachse wenden sich enttäuscht ab. Foto: RPO

Sie waren sich schon vor der Partie einig gewesen. Und die beiden Trainer der Fußball-Bezirksligisten SV Bislich und BW Wesel waren es auch nach dem Derby, das sie im Vorfeld als „ein interessantes Spiel“ bezeichnet hatten. „Heute hat nicht die bessere, sondern die cleverere Mannschaft gewonnen“, sagte Bislichs Coach Christoph Körner. „Wir waren einen Tick cleverer“, bestätigte Telat Cakmaz, Trainer der Zebras, die ihre minimalen Titelchancen wahrten und den SVB von Rang drei verdrängten. Die Gäste beendeten mit dem 2:0 (0:0)-Erfolg ihre Negativserie von drei Niederlagen in Folge. Der SV Bislich verlor nach fünf Heimsiegen hintereinander erstmals wieder vor eigenem Publikum.

Info

So traten sie an

Bislich: Sextro – Bruns, Scholten, Bensberg, Martin Sachse, Schruff, Kniest (46. Floris), Ramms, Kirchhöfer, Götz (72. Heweling), Maik Sachse (72. Thiemann).

BW Wesel: Werdelmann – Balci, Steinert, Özbek, Pagojus, Isik, Guettari, Giesen, Bulut, Hermani, Bremer (70. Oesterschmidt).

Wie es die Übungsleiter der Lokalrivalen angekündigt hatten, wurde es tatsächlich eine interessante Begegnung, die angesichts der schwierigen Bodenverhältnisse auf hohem Niveau stand. Vor allem in kämpferischer Hinsicht schenkten sich die Kontrahenten nichts, auch wenn es vor allem im ersten Durchgang an klaren Torchancen mangelte. Da standen lediglich ein Distanzschuss von Zebra-Akteur Stefan Giesen (20.) sowie eine Direktabnahme von Bislichs Co-Trainer Christian Kirchhöfer (26.) zu Buche, die jedoch nicht zum Ziel führten.

Sextros Patzer

Das änderte sich aber nach dem Wechsel, als vor allem die Gäste einige hochkarätige Möglichkeiten besaßen. Zunächst scheiterte Andreas Bremer, den Telat Cakmaz überraschend in den Angriff beordert hatte, fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff freistehend an Bislichs Torhüter Sven Sextro. Der junge Keeper leistete sich 120 Sekunden später aber einen folgenschweren Fehler. Er ließ einen harmlosen Distanzschuss von Hakan Isik durch die Hände zur Führung für die Zebras ins Netz rutschen. Was nützte es da, dass er in der 56. und 57. Minute bei weiteren Chancen von Sabri Bulut und Rocco Steinert großartig reagierte?

Als sich der SV Bislich so langsam von dem Rückstand erholt hatte und durch einen Freistoß von Michel Bruns erstmals in der zweiten Halbzeit gefährlich wurde, schlugen die Gäste zum zweiten Mal zu. Einen Konter schloss Torjäger Bastian Hermani in der 67. Minute eiskalt zum 2:0 ab.

Cakmaz: „Verdienter Erfolg“

Danach spielte zwar nur noch der SV Bislich. Und der eingewechselte Dario Floris (73.) und Michael Bruns (76.), der mit einem weiteren Freistoß nur den Pfosten traf, besaßen auch gute Gelegenheiten. Aber am Sieg der Zebras änderte das nichts mehr. „Wir haben das Spiel nach der Pause aus der Hand gegeben und sind viel zu ungestüm nach vorne gelaufen. Das ist vom Gegner bestraft worden“, analysierte Christoph Körner. Sein Gegenüber lobte die „kämpferische Leistung und die hohe Laufbereitschaft“ seiner Schützlinge und sprach von einem „verdienten Erfolg“.

Quelle: RP

 
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