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Weseler Sportlerball: Sportlerwahl durch Ball-Besucher?

zuletzt aktualisiert: 02.03.2007

Die Besucher des Weseler Sportlerballs sollen künftig entscheiden, wer bei der Veranstaltung als Sportlerin, Sportler und Mannschaft des Jahres ausgezeichnet wird. Dies ist der Plan des Stadtsportverbandes Wesel. Das letzte Wort haben jetzt die Mitgliedsvereine der Dachorganisation des Weseler Sports. Sie sollen bei der Jahreshauptversammlung, die am Montag, 19. März, ab 19.30 Uhr im Schützenhaus Fusternberg stattfindet, eine entsprechende Satzungsänderung verabschieden. „Ich hoffe, dass es eine Mehrheit für diese Idee gibt“, sagte Heinz-Albert Weber, Vorsitzender des Stadtsportverbandes, gestern.

Heinz-Albert Weber: „Wollen den Ball attraktiver machen.“  Foto: RPO
Heinz-Albert Weber: „Wollen den Ball attraktiver machen.“ Foto: RPO

Die Sportler und die Mannschaft des Jahres wurden zuletzt von einer Jury gekürt. Sie bestand aus dem Vorstand des Stadtsportverbandes, dem Vorsitzenden des Sportausschusses und den Fachwarten der einzelnen Sportarten. Das Gremium soll künftig nicht untätig sein, allerdings nicht mehr die Entscheidung treffen, wer die Wahl gewinnt. Es soll lediglich die drei Sportler, drei Sportlerinnen und drei Mannschaften nominieren, die beim Ball in der Niederrheinhalle dann für die Besucher zur Wahl stehen.

„Wir denken, dass wir den Sportlerball so noch attraktiver machen können“, begründete Weber die geplante Änderung. Die Hoffnung ist sicherlich nicht unberechtigt, dass das neue Verfahren mehr Gäste zum Fest des Weseler Sports locken würde. Schließlich könnte der eine oder andere Verein versuchen, möglichst viele Mitglieder zur Veranstaltung zu lotsen, um so die Chancen seines Kandidaten auf den Sieg bei der Wahl zu erhöhen. „Das ist nicht der Gedanke, der uns leitet, würde uns aber natürlich gut passen“, meinte Weber. Der Preis dafür könnte allerdings sein, dass nicht mehr der die Wahl gewinnt, der die sportlich wertvollste Leistung geschafft hat, sondern derjenige, der die meisten Leute mobilisieren kann. Weber: „Diese Gefahr müssen wir eingehen.“

Quelle: RP

 
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