Starke Akteure vor liebloser Kulisse
zuletzt aktualisiert: 19.01.2009Am Weseler Sportlerball werden sich auch in Zukunft die Geister scheiden. Die einen mögen ihn, die anderen stehen ihm eher ablehnend gegenüber. Das ist völlig normal und auch gut so. Zu honorieren ist auf jeden Fall die Mühe, die die Verantwortlichen in die Organisation eines solchen Festes stecken. Dass dabei nicht jede Idee den Geschmack des Publikums treffen kann, ist nachvollziehbar. Positiv zu vermerken ist ohne Frage die Bemühung, Weseler Akteure in das Geschehen einzubinden. Der Zirkus "Butterfly" des Konrad-Duden-Gymnasiums darf – nein, er sollte sogar wiederkommen. Die KDG-Schüler mit ihrem erstaunlichen Repertoire sind eine Bereicherung für den Sportlerball. Auch die Hip-Hoper des TSC Let's Dance Wesel gefielen und die Rubrik "Weseler Vereine stellen sich vor", die diesmal von den Basketballern des Weseler TV ausgefüllt wurde, ist auf dem Ball bestens aufgehoben.
Das ein oder andere lässt sich aber auch noch verbessern. So zum Beispiel das lieblose und farblich überhaupt nicht aufeinander abgestimmte Bühnenbild. Auch der Auftakt, als Stadtsportverband-Vorsitzender Heinz-Albert Weber plötzlich am Mikrofon stand und der Ball beinahe unbemerkt begann, lässt sich besser in Szene setzen. Doch insgesamt erfreut sich die Veranstaltung eines annehmbaren Niveaus. Diesen Level zu halten, das ist Jahr für Jahr die Herausforderung der Organisatoren. MICHAEL ELSING
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