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Fußball: Stroetzel: "Besser geht's nicht"

VON JOACHIM SCHWENK - zuletzt aktualisiert: 01.03.2010

Der SV Schermbeck wahrt mit dem klaren 3:0-Sieg im Heimspiel gegen den SV Bergisch-Gladbach seine blitzsaubere Rückrunden-Bilanz. Das Team macht alles richtig, während Sturmtief "Xynthia" über den Platz fegt.

Benedikt Jansen (links) zeigte im Mittelfeld eine gute Leistung. Das Schermbecker Eigengewächs bereitete den dritten Treffer des Gastgebers, den Nedim Djuliman erzielte, vor.  Foto: RPO
Benedikt Jansen (links) zeigte im Mittelfeld eine gute Leistung. Das Schermbecker Eigengewächs bereitete den dritten Treffer des Gastgebers, den Nedim Djuliman erzielte, vor. Foto: RPO

Die Aufholjagd des SV Schermbeck im Abstiegskampf geht weiter. Der Fußball-NRW-Ligist schaffte gestern im dritten Rückrunden-Spiel den dritten Sieg. Er gewann die Heimpartie gegen den Siebten SV Bergisch-Gladbach mit 3:0 (3:0), verbesserte sich auf den viertletzten Platz und hat nur noch einen Punkt Rückstand auf den derzeit rettenden 15. Rang. "Drei Spiele, neun Punkte, 7:2-Tore – besser geht's nicht", meinte Trainer Martin Stroetzel mit Blick auf die beachtliche Bilanz seines Teams in der zweiten Saisonhälfte.

Ersoy trifft in der ersten Minute

Besser geht's nicht – das traf auch auf den gestrigen Auftritt seiner Mannschaft zu. Der SV Schermbeck machte alles richtig, während Sturmtief "Xynthia" heftig über den Rasenplatz fegte. Er spielte bei äußerst widrigen Bedingungen einen schnörkellosen Fußball mit hohem läuferischem Aufwand und großem Kampfgeist. Und er hatte in Hälfte eins ganz schnell nicht nur die orkanartigen Winde im Rücken. Seyit Ersoy verlieh dem Abstiegskandidaten mit seinem Treffer in der ersten Minute weiteren Rückenwind. Der SVS hatte die Partie und den Gegner, der bis zum Schluss nicht verstand, dass diese Begegnung nicht mit spielerischen Mitteln zu gewinnen war, fortan im Griff. Der erneut überragende Ersoy mit seinem zweiten Tor (28.) und Nedim Djuliman (34.) stellten schon zur Pause den Endstand her.

Info

Englische Woche

Dem SV Schermbeck steht eine englische Woche ins Haus. Die Mannschaft muss im Viertelfinale des Westfalen-Pokals morgen, 19 Uhr, beim DSC Wanne-Eickel ran.

Am Sonntag folgt die Partie beim VfB Hüls – ein Spiel, das für den SV Schermbeck Derby-Charakter hat.

Nach dem Wechsel ging's für die Mannschaft bei nun heftigem Gegenwind in erster Linie darum, den Vorsprung über die Zeit zu bringen. Auch diese Aufgabe löste der SVS mit Bravour. Er hatte durch Seyit Ersoy, Benedikt Jansen und Ervin Kalender sogar noch die Chance, etwas mehr fürs weiter bescheidene Torverhältnis zu tun. Das eigene Gehäuse geriet nur einmal ernsthaft in Bedrängnis. Der enttäuschende Gast besaß in der 80. Minute seine einzige Gelegenheit zur Resultatsverbesserung, die er, passend zu seinem Auftritt, recht kläglich vergab. "Wir haben in der Abwehr endlich einmal sehr konsequent gespielt. Ich ziehe den Hut vor der Leistung der Mannschaft. Dieser Sieg wird uns sehr viel Selbstvertrauen geben", stellte Stroetzel nach der Partie durchnässt, aber hoch zufrieden fest.

Die Sorgenkinder überzeugen

Besonders erfreulich war, dass einige Akteure, die lange zu den Sorgenkindern zählten, gestern wertvolle Kräfte beim wichtigen Sieg waren. Stefan Zepanski und Christof Konowski spielten in der Defensive ohne Fehl und Tadel und setzten auch Akzente im Spiel nach vorn. Und Yakup Köse lieferte im Mittelfeld seine beste Leistung ab, seit er zum SV Schermbeck zurückkehrt ist. "Wir sind auf einem guten Weg", sagte Stroetzel. Der Klassenerhalt, der im Herbst noch so unendlich weit entfernt zu sein schien, ist wieder greifbar nahe.

SV Schermbeck: Müller - Turhal, Zepanski, Djuliman, Konowski, Lupitu, Jansen, Makarchuk (80. Turgut), Köse (89. Schulte-Terhusen), Woberschal (85. Kalender), Ersoy.

Quelle: RP

 
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