Handball: SVS: Bell vertritt Bräutigam Nölscher
zuletzt aktualisiert: 16.12.2011Handball (RP). Michael Nölscher bringt die Bedeutung der Begegnung auf den Punkt. "Das ist das bislang wichtigste Spiel der Saison für uns", sagt der Trainer des SV Schermbeck. Der Tabellensiebte der Handball-Verbandsliga (10:10-Punkte) hat vier seiner letzten fünf Spiele verloren.
Der SVS muss somit langsam aufpassen, dass er nicht in die Zone abrutscht, in der man sich Sorgen um den Verbleib in der Klasse machen muss. Deshalb zählt für das Team nur ein Sieg, wenn es am Freitag, 17 Uhr, beim Schlusslicht HSG Vennikel/Rumeln/Kaldenhausen (6:14-Zähler) antritt. Ansonsten hätte der SV Schermbeck höchstens noch zwei Punkte Vorsprung vor den Abstiegsplätzen.
Michael Nölscher selbst wird bei der Partie, die eigentlich erst am Sonntag stattfinden sollte, wegen der Sperrung einer Turnhalle aber auf Freitag vorverlegt werden musste, nicht auf der Bank sitzen. Der Coach ist aus gutem Grund entschuldigt. Er heiratet heute.
"Meine Familie kommt aus Baden-Württemberg und ist auch noch am Samstag da. Es ist sicherlich nicht glücklich, wenn der Trainer in einem so wichtigen Spiel nicht dabei ist, zumal es sportlich zuletzt nicht so gut lief. Doch es geht nun einmal nicht", meint Nölscher. Er weiß das Team aber in guten Händen. Denn sein Vorgänger hilft aus. Burkhard Bell wird den SVS in der Partie coachen, in der die Talfahrt unbedingt gestoppt werden soll.
Michael Nölscher ist guter Dinge, dass dies gelingt. "Die Spieler wissen, worum es für uns geht. Deshalb rechne ich auch mit einem Sieg", sagt der SVS-Trainer. Er freut sich dann, dass es anschließend in die kurze Winterpause geht und im neuen Jahr alles wieder in geregelteren Bahnen läuft.
Die Mannschaft wird nach den Weihnachtsferien wieder in der Halle Erler Straße trainieren können, die derzeit saniert wird. "Wir haben zwar auch jetzt zwei Übungseinheiten in der Woche. Doch eine muss so früh stattfinden, dass meistens nur fünf bis sieben Spieler Zeit dafür haben. Das ist natürlich zu wenig, um gewisse taktische Dinge zu üben", sagt Nölscher.
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