Handball: SVS denkt in kleinen Schritten
VON DANIEL BRODHUHN - zuletzt aktualisiert: 11.02.2012Handball (RP). Handball-Verbandsligist SV Schermbeck ist mittlerweile seit vier Partien sieglos. Das jüngste Remis in Moers wertete der Trainer dennoch als Erfolg. Vor allem in personeller Hinsicht ist die Lage aber weiterhin angespannt.
Rund sechs Monate nachdem Michael Nölscher Burkhard Bell auf der Trainerbank des SV Schermbeck (14:16-Punkte) abgelöst hat, befindet sich der 32-Jährige aktuell in seiner bisher schwierigsten Phase als Coach des Handball-Verbandsligisten. Neben dem sportlichen Negativtrend, der vier Partien in Folge ohne Sieg aufweist, kämpft Nölscher derzeit auch mit einem Problem, das bereits sein Vorgänger nur zu gut kannte. Vor der Heimpartie gegen den Hülser SV (13:17), die heute Abend um 18 Uhr angepfiffen wird, bangt der SVS gleich um mehrere Stammkräfte.
Vier Wochen Pause für Kreilkamp
Spiel mit Brisanz
Christian Pannen ist sich sicher, dass er vor dem Gastspiel beim TV Jahn Hiesfeld II, keinen seiner Spieler motivieren muss. "Viele Jungs haben persönliche Verbindungen zum Gegner und werden daher heiß genug sein", glaubt der Trainer der HSG Wesel.
Dies gilt vor allem für Björn Fehlemann, der erst vor dieser Saison vom Jahn zur HSG zurückkehrte.
Neben dem langzeitverletzten Christopher Timmermann fällt auch Heiko Kreilkamp für die heutige Begegnung definitiv aus. Der Routinier zog sich unter der Woche im Training eine Bänderverletzung im Sprunggelenk zu und muss mindestens vier Wochen pausieren. Darüber hinaus stehen hinter den Einsätzen von Fabian Klein (krank), Matthias Weber (Daumenverletzung) und Christopher Seibel (Knieprobleme) noch große Fragezeichen. Gut denkbar daher, dass Torhüter Niklas Bell deshalb wieder einmal als Feldspieler zum Einsatz kommt. Michael Nölscher hat seinen Optimismus aber ohnehin noch nicht verloren. "Wir kennen die Situation ja bereits aus der letzten Saison. Auch damals ist uns mit einem dezimierten Kader die ein oder andere Überraschung gelungen", erinnert er sich.
Die Voraussetzungen für das Spiel gegen den Hülser SV, der wie der SVS mittendrin im Abstiegskampf steckt, sind also alles andere als optimal. "Der Gegner hat zudem zuletzt zweimal in Folge gewonnen und somit sicherlich Selbstvertrauen getankt. Nichtsdestotrotz brauchen wir ein Erfolgserlebnis", sagt Nölscher, dessen Team dabei den wichtigen Spagat aus nötiger Angespanntheit und Lockerheit schaffen muss.
Letzteres gilt in diesen Tagen mehr denn je für die HSG Wesel (26:4-Punkte). Der Spitzenreiter der Handball-Landesliga fuhr zuletzt in schöner Regelmäßigkeit einen Pflichtsieg nach dem anderen ein. Die Art und Weise, die zeitweise etwas zu lässig war, gefiel Trainer Christian Pannen dabei aber nur selten. "Wir wollen die Spiele nicht nur gewinnen, sondern uns auch spielerisch weiterentwickeln", fordert der Coach vor der morgigen (13.45 Uhr) unangenehmen Aufgabe beim TV Jahn Hiesfeld II (14:16).
Eine offene Rechnung
Unangenehm deshalb, weil der Trainer der HSG einen hochmotivierten Gegner erwartet. "Im Hinspiel haben wir beim 32:16 einen Sahnetag erwischt und Hiesfeld ziemlich auseinandergenommen. Sie haben mit uns also noch ein Hühnchen zu rupfen. Aber darauf werden wir vorbereitet sein", versichert Pannen, der voraussichtlich alle Mann an Bord hat.
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