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Fußball: SVS: Fehlstart ist perfekt

VON DANIEL BRODHUHN UND JOACHIM SCHWENK - zuletzt aktualisiert: 28.08.2010

Der Fußball-NRW-Ligist verlor gestern Abend vor 5891 Zuschauern bei Rot-Weiß Essen mit 0:3 und hat nach drei Partien erst einen Punkt auf dem Konto. Torhüter Christoph Müller leitete die Niederlage mit einem Patzer ein.

Torhüter Christoph Müller patzte beim Essener Führungstreffer in der zwölften Minute schwer. Er war trotzdem bester SVS-Akteur und verhinderte eine noch höhere Niederlage.  Foto: RPO
Torhüter Christoph Müller patzte beim Essener Führungstreffer in der zwölften Minute schwer. Er war trotzdem bester SVS-Akteur und verhinderte eine noch höhere Niederlage. Foto: RPO

Der SV Schermbeck schaffte es gestern Abend vor großer Kulisse nicht, den Fehlstart in die Saison 2010/2011 zu verhindern. Der Fußball-NRW-Ligist verlor vor 5891 Zuschauern im altehrwürdigen Georg-Melches-Stadion beim früheren Deutschen Meister Rot-Weiß Essen mit 0:3 (0:1). Er steht nach drei Partien mit nur einem Punkt erst einmal wieder in den unteren Regionen der Tabelle.

Stroetzel: "Sehr enttäuscht"

"Ich bin sehr enttäuscht von der Leistung. Den ersten beiden Gegentoren sind erneut Fehler vorausgegangen. Zudem hat sich die Mannschaft schnell den Schneid abkaufen lassen, was sicherlich auch an der Kulisse lag", sagte SVS-Trainer Martin Stroetzel. Die Niederlage leitete ausgerechnet der Mann ein, der eigentlich Garant für den Gewinn wenigstens eines Punktes sein sollte. Christoph Müller, Routinier mit Zweitliga-Erfahrung im Schermbecker Tor, patzte beim Essener Führungstreffer nach nur zwölf Minuten schwer. Nach einem Rückpass von Nedim Djuliman wollte der Keeper den Ball zu Savas Turhal passen, anstatt entschlossen zu klären. Ein RWE-Akteur fing das Leder ab und bereitete das 1:0 für den Gastgeber vor.

Info

Weißert verlässt SVS

Carsten Weißert gehört ab sofort nicht mehr zum Kader des SV Schermbeck. Der Vertrag mit dem Akteur, der vom Landesligisten SV Zweckel kam, wurde aufgelöst. Ein Grund war, dass Weißert nicht mehr regelmäßig trainieren konnte, nachdem er den Arbeitgeber gewechselt hat.

Stürmer Ken Kirchhoff, aus der eigenen Jugend aufgerückt, wird bis zur Winterpause nur in der zweiten Mannschaft spielen, da er nur alle 14 Tage trainieren kann.

Der Mannschaft war die Verunsicherung fortan anzumerken. Sie zeigte erneut Schwächen im Spiel nach vorne und konnte kaum gefährliche Akzente setzen. Es machte sich erneut negativ bemerkbar, dass in Pascal Odrich (Autounfall) und Tobias Urban (Schulterverletzung) die für das Mittelfeld vorgesehenen Kreativkräfte fehlten.

Neuzugang Enes Kaya

Der SV Schermbeck hat deshalb personell noch einmal nachgebessert. Er verpflichtete kurzfristig den 21-jährigen Enes Kaya. Der Mittelfeldakteur, der zuletzt beim Liga-Rivalen SSVg. Velbert spielte und in der Jugend für RW Essen an der Hafenstraße auflief, gehört gestern schon zum Kader. "Uns fehlt die Sicherheit im Passspiel. Kaya wird uns da weiterhelfen", ist Stroetzel überzeugt. Das konnte der neue Mann gestern noch nicht unter Beweis stellen. Als er in der 68. Minute eingewechselt wurde, war die Partie schon entschieden.

Der klar überlegene Gastgeber hatte 360 Sekunden zuvor auf 2:0 erhöht, als Nedim Djuliman ausgerutscht war. Zwei Minuten vor dem Abpfiff ließ RWE noch Treffer Nummer drei folgen. Christoph Müller, trotz seines Patzers der beste Schermbecker, war bei diesen Toren chancenlos. Der 35-Jährige verhinderte mit einigen Paraden eine noch höhere Niederlage des SV Schermbeck, der nur eine gute Gelegenheit besaß. Yves Lupitu verfehlte in der 76. Minute das Ziel knapp und ließ damit die Chance aus, sein Team noch einmal zurück ins Spiel zu bringen. Der SVS muss sich vorerst darauf einstellen, dass ihm wieder eine Saison mit einem harten Abstiegskampf droht.

SV Schermbeck: C. Müller - D. Müller, Turhal, Djuliman, Bönighausen, Ucar (57. Woberschal), Jansen, Gündogan (78. Turgut), Lupitu, Kuntz (68. Kaya), Ersoy.

Quelle: RP

 
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