Fußball: SVS vor einer wichtigen Woche
VON JOACHIM SCHWENK - zuletzt aktualisiert: 29.08.2009NRW-Ligist SV Schermbeck bestreitet die vierte englische Woche in Folge. Sie beginnt morgen mit der Heimpartie gegen die Hammer SpVg. Trainer Stroetzel fordert von seinen Spielern aus den drei Begegnungen sechs Punkte.
Martin Stroetzel war gestern Morgen schon früh unterwegs. Der Trainer des SV Schermbeck war im Wald und hackte Holz. Ein schweißtreibendes Werk. "Es wird Zeit, dass man sich einen Vorrat für den Winter anschafft", sagte Stroetzel, nachdem er es vollbracht hatte. Der Satz gilt auch für seine Mannschaft. Denn in den ersten 360 Minuten der neuen Saison ist es dem Fußball-NRW-Ligisten nicht ansatzweise gelungen, einen Punkte-Vorrat anzulegen, der ihn etwas gelassener in die Zukunft blicken lassen könnte. Nur zwei Zähler stehen nach vier Partien auf der Habenseite. Für Stroetzel viel zu wenig.
Nur Konowski fehlt
Der SV Schermbeck hat morgen im dritten Heimspiel der Saison fast alle Mann an Bord. Lediglich Christof Konowski fällt wegen eines Muskelfaserrisses aus.
Ein kleines Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz des leicht verletzten Tim Woberschal. Doch Trainer Martin Stroetzel geht davon aus, dass er spielen kann.
"Das wird eine schwere Saison"
"Gerade in den Heimspielen gegen Sprockhövel und Wattenscheid hätte mehr herausspringen müssen. Das wird eine sehr schwere Saison für uns", meint er. Der Winter könnte ungemütlich werden, wenn die Mannschaft in der vierten englischen Woche in Folge nicht damit beginnt, das Punktekonto klar aufzustocken. Der SVS erwartet morgen die Hammer SpVg. Am Mittwoch geht's zum FC Bergisch Gladbach, ehe der VfB Hüls kommt. "Das ist eine wichtige Woche für uns. Da müssen wir uns nichts vormachen", sagt Stroetzel. Seine Forderung ans Personal, auf das er am Sonntag nach der 0:3-Niederlage gegen den SC Wiedenbrück überhaupt nicht gut zu sprechen war: "Sechs Punkte müssen wir holen."
Der Coach hat sich gestern beim Training noch einmal die Spieler der Offensiv-Abteilung zur Brust genommen, die gegen Wiedenbrück zu wenig nach hinten gearbeitet haben. Sascha Siebert, Yakup Köse und Dominik Milaszewski saßen deshalb auch beim 2:1-Pokalsieg beim SV Zweckel nur auf der Bank. Morgen werden sie wohl wieder erste Wahl sein, wenngleich Stroetzel seine harte Linie beibehalten will. "Ich habe kein Problem damit, einen Spieler nach zehn Minuten schon wieder auszuwechseln, wenn er sich nicht genug bewegt." Die Warnung gilt vor allem für Siebert. Stroetzel: "Er muss mehr für die Mannschaft tun."
Torhüter-Frage noch nicht geklärt
Die Frage, wer morgen im Tor des SV Schermbeck stehen wird, konnte der Trainer gestern nicht beantworten. "Die Entscheidung ist noch nicht gefallen." Er will jetzt auch die Abwehrspieler in den Findungsprozess einbeziehen, ob Stefan Schröder oder Lukas Fronczyk, der in der vergangenen Saison noch beim morgigen Gegner spielte, aufläuft. "Sie sollen sagen, mit welchem Torhüter sie sich am sichersten fühlen", meint der Trainer.
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