Fußball: Traumstart für PSV
VON JOACHIM SCHWENK - zuletzt aktualisiert: 11.02.2008Bezirksligist feiert vor der Rekordkulisse von 1500 Zuschauern in der ersten Partie auf neuem Grün einen Sieg der Marke besonders wertvoll. Er ist nach dem 2:1 im Spitzenspiel gegen Hiesfeld Tabellenführer und Herbstmeister.
Die Spieler des PSV Wesel machten erst vor den Fans die Welle. Wenig später wagten sie in überzeugender mannschaftlicher Geschlossenheit ein Tänzchen, bei dem sie immer wieder ein Wort skandierten: „Spitzenreiter“. Die Akteure feierten überschwänglich, dass sie erreicht hatten, wovon sie vor dem ersten Kick auf frischem Grün geträumt hatten. Der Fußball-Bezirksligist weihte am Samstag vor einer Rekordkulisse die neue Anlage am Molkereiweg mit einem Sieg der Marke besonders wertvoll ein. Er gewann vor 1500 Zuschauern das Spitzenspiel gegen den TV Jahn Hiesfeld mit 2:1 (0:0). Er verdrängte den Gast damit von Platz eins und sicherte sich nachträglich die Herbstmeisterschaft.
Das Team und die Tore
Wesel: Erhart - Vieira, Kirsch, Meyer, Schild (67. Minute Cwiek), Bossow, Giesen (77. Schöneberg), Güzel, Tuncel, Kiewitz (76. Kaya), Prietzel.
Die Treffer: 1:0 (61.) Dennis Kiewitz (das Tor für die Geschichtsbücher fiel um 16.13 Uhr), 2:0 (69.) Kadir Güzel (Foulelfmeter), 2:1 (73.) Muzaffer Bensfia.
Nicht clever genug
Trainer Werner Lehwald fehlten nach dem Erfolg in einer Partie, die am Ende ein reines Zitterspiel war, die Worte. „Ich muss mich erst sammeln“, sagte Lehwald, der nach nervenaufreibender Schlussphase zunächst regungslos auf seinem Stühlchen an der Linie verharrt war. Der Coach musste verarbeiten, dass sein Personal den Erfolg in den letzten Minuten um ein Haar noch verspielt hatte, weil es nicht in der Lage war, den knappen Vorsprung clever zu verwalten. Der TV Jahn Hiesfeld war in einer Partie, die erst in der zweiten Halbzeit mächtig an Fahrt gewonnen hatte, drauf und dran, den Ausgleich zu erzielen. Doch Lehwalds Kicker brachten die Führung irgendwie über die Zeit und sorgten damit dafür, dass das rauschende Fest zur Einweihung der Anlage nicht durch ein unpassendes Ergebnis gestört wurde.
Lehwald: „Verdient gewonnen“
„Wir haben in den ersten 30 Minuten der zweiten Hälfte mehr investiert als der Gegner und deshalb verdient gewonnen“, stellte Lehwald fest. Die erste Halbzeit hatte eher den Charakter einer Freundschaftspartie denn eines richtungweisenden Spitzenspiels. Doch direkt nach dem Wechsel erhöhte der Gastgeber die Schlagzahl. Nachdem Marvin Prietzel (50.) schon die Riesenchance zum 1:0 vergeben hatte, avancierte Dennis Kiewitz zum entscheidenden Mann auf dem Platz. Er erzielte erst um 16.13 Uhr das erste Tor auf der neuen Anlage, als er den PSV in Minute 61 nach einer Ecke in Führung brachte. Acht Minuten später holte der Stürmer einen Elfmeter heraus, den Kadir Güzel zum 2:0 verwandelte.
Doch dann musste noch einmal gezittert werden, als Prietzel den erst jetzt wach werdenden TV Jahn mit einem unnötigen Ballverlust weit in der gegnerischen Hälfte zum Anschlusstor eingeladen hatte (73.). Der PSV ließ nun die Souveränität vermissen, die ein Team auf Titelkurs haben muss. Doch es ging gut. Lehwald war erleichtert, als der Erfolg endlich in trockenen Tüchern war. „Wir haben an diesem besonderen Tag für den Verein für einen runden Abschluss gesorgt.“ Der PSV ist wieder an der Spitze.
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