Triathlon: Triathlon: Der WTV braucht noch mehr Hilfe
zuletzt aktualisiert: 13.07.2010Die Premiere war ein Erfolg, auch wenn es hier und da verständlicherweise noch hakte. Trotzdem gab es für Organisator Weseler TV nach dem ersten Weseler Sparkassen-Triathlon viel Lob. "Das war das Meisterstück des WTV", stellte etwa die Weseler Triathletin Mareen Hufe fest. RP-Sportredakteur Joachim Schwenk sprach mit Organisator Manfred Frach, Leichtathletik-Abteilungsleiter des Weseler TV.
Sind Sie mit der Premiere zufrieden?
Frach Im Großen und Ganzen schon. Wir mussten uns allerdings sehr umstellen. Bei unseren Leichtathletik-Veranstaltungen im Auestadion sind wir enorm detailverliebt. Das geht bei einem Triathlon nicht. Da muss man viel improvisieren. Dafür, dass wir keine Erfahrung hatten und uns das spezielle Know-how für den Triathlon fehlte, hat alles sehr gut geklappt. Wir haben auch viel Lob von Teilnehmern erhalten. Es gab aber auch Vorschläge, was wir noch verbessern können.
Wo hakte es denn noch?
Frach Man hat ganz klar gesehen, dass unsere Verpflegungsstände an der Laufstrecke unterbesetzt waren. Auch der Stand im Ziel war zu klein. Dort knubbelte es sich zu sehr. Diese Probleme wurden sicherlich auch durch die extreme Hitze am Sonntag verursacht. Und die Infrastruktur auf dem Parkplatz des Auestadions, wo sich das Ziel und die Wechselzonen befanden, war nicht ideal. Da gab es Schwierigkeiten.
Welche?
Frach Die Stromversorgung war sehr problematisch. Wir mussten zwei gut 250 Meter lange Kabel verlegen, um dort Strom zu haben. Ich hätte mir außerdem gewünscht, dass wir den Startern bei der Hitze direkt im Ziel mehr Service im Form von Duschen hätten bieten können. Im Stadion wäre dies kein Problem gewesen. Da gibt es genug Wasseranschlüsse. Die fehlten auf dem Parkplatz oder an der Laufstrecke.
Wird die Veranstaltung 2011 wiederholt?
Frach Ich hätte kein Problem damit, die Veranstaltung weiter zu organisieren. Aber die Leichtathletik-Abteilung des Weseler TV alleine kann das sicherlich nicht leisten. Der ganze Verein muss dahinterstehen. Außerdem müssen viele mithelfen – andere Clubs und auch weitere Sponsoren neben der Verbands-Sparkasse, damit wir zum Beispiel die Möglichkeit haben, die Infrastruktur zu verbessern. Dafür müssen wir jetzt auch Gespräche mit der Stadt führen.
Gab es Probleme, weil der Triathlon parallel zum Badebetrieb am Auesee stattgefunden hat?
Frach Erstaunlicherweise direkt am See, wo ich damit gerechnet hatte, überhaupt nicht. Da waren die Badegäste sehr diszipliniert. Sie haben die Sportler angefeuert, was für eine tolle Stimmung gesorgt hat. Schwierigkeiten gab es nur dabei, die Badegäste so zum See zu leiten, dass sie die Sportler beim Laufen nicht stören. Wir hatten dafür zwar extra einen Weg eingerichtet. Doch daran haben sich viele Badegäste nicht gehalten.
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