Xanten: 1532: pauschal nach Santiago
zuletzt aktualisiert: 28.02.2008
Die MIT in Xanten will mit der Beschilderung des Jakobsweges auch dem Pilgerwesen in Xanten wieder auf die Sprünge helfen. Unterstützung bekommen die Mittelständler vom Präsidenten der Deutschen St. Jakobusbruderschaft, Dr. Robert Plötz. Der ehemalige Leiter des Niederrheinischen Museums für Volkskunde in Kevelaer weiß um die Pilgerscharen, die einstmals zur Viktortracht anreisten. Pilgerreisen, so Plötz, haben eine ungeheure Anziehungskraft, besonders die nach Santiago des Compostella. 1967, nachdem er in Würzburg und Oviedo studiert hatte und seine Doktorarbeit über die Ursprünge des Jakobus-Kults im 12. Jahrhundert geschrieben hatte, machte er sich erstmals nach Spanien auf. Dutzende von Reisen kamen hinzu. Die Faszination hat die Fahrt für ihn nie verloren. Und auch nicht die für ihre Geschichte. 1496 hatte ein Mönch namens König von Vach den ersten Herbergsführer entlang der Strecke herausgegeben – mit Warnungen und Hinweisen aufs Wechselgeld. 1532 gab es organisierte Schiffsreisen aus den Niederlanden nach Santiago. Von dem derzeitigen Boom solle ruhig auch der Niederrhein und Xanten profitieren, meint Plötz.
Quelle: RP
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