Xanten: Ausnahme für Al-Sultan
zuletzt aktualisiert: 18.08.2010Xanten (RPO). Die Vorbereitungen für den 26. Nibelungen-Triathlon gehen in die Endphase. Im Interview spricht Ringo Haupt über die letzten Aufgaben des Organisationsteams, die Fitness der Läufer und Ina Reinders.
In weniger als drei Wochen, am 5. September, gehen wieder Triathleten aus ganz Deutschland in Xanten an den Start. Beim 26. Nibelungen-Triathlon mit der RP als Medienpartner sind erstmalig über 1500 Starter gemeldet.
Herr Haupt, so langsam müsste für sie die "heiße Phase" beginnen. Woran arbeiten sie momentan?
Haupt: Es stehen die finalen Arbeiten an. Zurzeit gleichen wir die Daten der Teilnehmer mit den Meldungen ab und haben Ablaufpläne für die Wechselzonen erstellt.
Die welche Infos beinhalten?
Haupt: Aufgrund der Pläne haben wir beispielsweise einen genauen Überblick, wie viele Fahrradständer zu welchem Zeitpunkt an welcher Stelle stehen müssen, damit der Wechsel für die Athleten reibungslos verläuft. Das ist ja der Vorteil, wenn wir schon früh ausgebucht sind. So können wir mit den exakten Zahlen planen...
...und sicherlich die Startnummern zuordnen...
Haupt: Genau. Diese sind zugeteilt und wieder mit Vornamen oder Staffelnamen versehen. So können die Zuschauer die Athleten auch mit Namen anfeuern. Das ist bei der Premiere 2009 richtig gut angekommen. Letzte Absprachen müssen auch noch mit der Jugendherberge geführt werden, da die Radstrecke die An- und Abreise der Gäste behindern wird. Aber durch die Zusammenarbeit der Helfer mit der Polizei wird das funktionieren.
Am Sonntag ist in Wiesbaden beim Ironman 70.3 ein 55-jähriger Triathlet im Staffelwettbewerb gestorben. Gehen viele Sportler zu unvorbereitet in den Wettkampf?
Haupt: Die Teilnahme an einem Triathlon ist für alle eine hohe Belastung, doch die meisten gehen nicht blauäugig an die Sache heran und sind gut vorbereitet. Wir hatten zum Glück noch keine Probleme. Zudem gibt es ja immer die Möglichkeit den Wettkampf vorzeitig zu beenden, wenn man sich nicht wohlfühlt. Für alle Fälle haben wir natürlich einen Notarzt und auch das DRK aus Rheinberg vor Ort.
Welchen Rat würden Sie Hobbysportlern geben, die teilnehmen wollen?
Haupt: Man sollte es auf jeden Fall langsam angehen, die Erwartungen an sich selbst nicht zu hoch schrauben und den Spaß an erste Stelle setzen. Alles andere kommt von selbst. Ein ärztlicher Check vorab sollte Priorität haben, um mögliche Vorerkrankungen auszuschließen.
Werden die Zuschauer bekannte Triathleten sehen?
Haupt: Keine, die aus Funk und Fernsehen bekannt sind. Auch Ina Reinders wird ihre Karriere nicht bei uns beenden können.
Haben Sie sie noch einmal gefragt?
Haupt: Ja, es gab eine Anfrage per E-Mail, aber der Gesundheitszustand lässt es nicht zu.
Nachmeldungen sind ja nicht mehr möglich. Was ist, wenn sich Top-Triathlet Faris Al-Sultan noch meldet?
Haupt: Gut, da würden wir sicherlich noch eine Möglichkeit finden.
Andreas Horn führte das Gespräch.
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