Xanten: Bezahlung: Träger drücken sich
zuletzt aktualisiert: 23.04.2010Xanten (RPO). Erzieher in der Ausbildung? "Gibt es", sagt Dr. Stefan Feltes. Doch der Leiter des Berufskollegs Placidahaus in Xanten räumt ein: "Das sind noch wenige." Ein Grund dafür sei die Bezahlung; mit 1850 Euro bis später 2400 Euro brutto im Monat lasse sich keine Familie ernähren. Dabei gibt es den eigenen Gehaltstarif für den Sozial- und Erziehungsdienst erst seit dem 1. November 2009. Mehr können Erzieher – Männer und Frauen – erst durch Zusatzqualifikationen (Ausbildung zum Heilpädagogen) und in Leitungsfunktionen verdienen – bis 4000 Euro brutto.
Als schlimm bezeichnet Stefan Feltes, dass immer mehr Träger von Kindertageseinrichtungen und Ganztagsschulen Berufspraktikanten im Anerkennungsjahr (3. Ausbildungsjahr) nur noch ohne Bezahlung einstellen wollen, obwohl der Tarif 1200 Euro brutto vorsieht. Feltes: "Das machen wir nicht mit. Alle Praktikanten haben zwei Jahre Vollzeitschule hinter sich und drei Abschlussexamen erfolgreich bestanden. Sie werden im Anerkennungsjahr von den Schulen begleitet" Die kirchlichen Schulen hätten sich jetzt entschlossen, diese Praktika nicht anzuerkennen. Wir beteiligen uns nicht an der Vernichtung des Berufsbildes." Um den Ton nicht zu verschärfen, nannte er die Namen der Träger, die sich vor Bezahlung drücken, nicht.
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