Wardt: Buhnenlösung für Deichbau
VON HEINZ KÜHNEN - zuletzt aktualisiert: 08.02.2012Wardt (RP). Der Deichverband hat einen Platz für einen Hafen gefunden. Die Chancen stehen gut.Im Ringen um die Andienung der Deichbaustelle zwischen Wardt und Vynen scheint es doch noch zu einer einvernehmlichen Lösung zu kommen.
Die "Buhnenlösung" rückt nach Redaktions-Informationen in greifbare Nähe. Mit dem Ausbau zur Anlegestelle, die eine sechsstellige Summe verschlingen würde, wäre die wasserseitige Materialan- und -abfuhr gesichert.
Ökologische Untersuchungen
Nachdem die Entdeckung einer Rauhhautfledermaus im früheren Kieshafen Wardt dessen Nutzung als Deichbauhafen offensichtlich unmöglich macht und das Wasser- und Schifffahrtsamt eine Anlandung über die ein Stück flussabwärts gelegene Nato-Rampe wegen der Nähe zur Fahrrinne nicht genehmigt hatte, soll nun noch weiter flussabwärts eine Anlegestelle zwischen zwei Buhnen errichtet werden.
Vorwürfe
Der Leiter der Biologischen Station Wesel, Johann Mooij, hat dem FZX vorgeworfen, es boykottiere eine Deichbaustellen-Zufahrt über eigene Flächen. Laut FZX-Geschäftsführer Hans-Werner Schröder habe es 2010 nur eine unverbindliche Anfrage gegeben, ob sämtlicher Verkehr über eine solche Trasse fließen könnte. "Damals haben wir darauf verwiesen, dass es doch eine bessere, weil wasserseitige Andienung gibt."
Das Wasser- und Schifffahrtsamt jedenfalls hat seine Genehmigung signalisiert, und inzwischen sei die technische Prüfung positiv ausgegangen, sagt Karl-Heinz Tepper. Leiter des Fachbereichs Technik beim Deichverband Xanten-Kleve, auf RP-Anfrage. Derzeit liefen die ökologischen Untersuchungen, die "Mitte / Ende Februar" abgeschlossen würden.
Dann hat wieder die Bezirksregierung das Wort. Sollte sich kein Vorbehalt ergeben, werde sie wohl zustimmen, sagt Tepper in Bezug auf entsprechende Vorgespräche. Die Zeit jedenfalls werde knapp, schließlich müsse die Anlegestelle ausgebaut und eine 200 bis 300 Meter lange Baustraße vom Rhein zur bereits fertiggestellten Baustraße am wasserseitig gelegenen Deichfuß angelegt werden.
Zusätzliche Kosten
Für die landseitige Andienung bleibe es dann bei der bereits abgesteckten Lösung – vom Strohweg quer übers Feld und über die Scholtenstraße hinweg zum Deich sowie durch das Rheinvorland bis Gut Grindt. "Für die Flächen haben wir mit den Eigentümern längst Regelungen getroffen", sagt Tepper. Dass der Deichverband bei dieser Lösung noch "drauflegen" muss, ist klar. Die Rede ist von 100 000 bis 200 000 Euro.
Jetzt weiterlesen und die Rheinische Post testen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum




