Xanten: CDU: Wertvolles Terrain verloren
zuletzt aktualisiert: 23.11.2009Xanten (RPO). Eigentlich könnten die Christdemokraten aus dem Ortsverband Mitte mit der Kommunalwahl ganz zufrieden sein. Der Bürgermeister heißt weiter Strunk, die CDU ist die weitaus stärkste Fraktion, ihre Kandidaten zogen fast alle direkt in den Rat ein. Aber in zwei Stadtbezirken, so Heinrich Gundlach, aus dem Rat ausgeschiedener Ex-Fraktionschef, habe die CDU das Wählerpotential nicht voll ausgeschöpft. "Fünf Stimmen weniger für die Linken oder 62 Stimmen mehr für die CDU, dann hätten wir die Ratsmehrheit erreicht", analysierte er auf der Mitgliederversammlung bei Neumaier. In der Stadtmitte habe man wertvolles Terrain verloren, in den Ortschaften hingegen zugelegt. Der Umgang mit den Linken bewegte die Gemüter. Gundlach selbst hatte in einem Brief an den FDP-Landeschef Andreas Pinkwart seine Verwunderung über die Zusammenarbeit der Xantener Liberalen mit den Linken geäußert. Eine Information, die wohl den Weg zurück an den Niederrhein gefunden hat. Er jedenfalls sei von einem FDP-Vertreter beschimpft worden.
Klar Stellung beziehen
CDU-Stadtchef Michael Keisers forderte alle auf, sich nicht mit den Linken zusammenzuschließen. "Wir müssen sie überall bekämpfen und klar Stellung beziehen. Ich ziehe den Hut vor Matthias Voll und Werner Paessens, dass sie bei der Liste nicht mitmachen wollen", sagte Keisers in Richtung der Fraktionsaussteiger von SPD und FBI.
Christian Strunk bereitete auf magere Jahre für die Stadt vor: "Das Jahr 2010 wird schlecht wie fast noch nie. Die Einnahmen werden wegfallen, wie wir es uns vor zwei Jahren noch nicht hätten träumen lassen." Eine Million Euro weniger an Gewerbesteuern, unter eine Million bei der Einkommenssteuer, 1,5 Million Euro geringere Schlüsselzuweisungen und eine Million Euro Mehrabgaben an den Kreis.
Darunter solle jedoch die Stadtentwicklung nicht leiden. Mit der Umgestaltung des Marktes sei man wegen der archäologischen Untersuchungen im Verzug. Gutes Wetter vorausgesetzt, rechnet Strunk bis Weihnachten mit der Fertigstellung des Platzes. Die Kanalarbeiten zwischen Börse und Rathaus hingegen werden ins nächste Jahr verlegt.
Die Sanierung der Sonsbecker Straße werde "mindestens um ein halbes Jahr in den hinteren Teil von 2010" verlegt, weil sich die Förderung durch das Land verzögere. Auch die Arbeiten für die Karthaus werden um ein Jahr geschoben. Die Hauptfeuerwehrwache hingegen müsse umgebaut werden, da sie nicht mehr den DIN-Normen entspreche.
Beifall für Parkplätze am Kapitel
Zum Schluss noch zwei gute Nachrichten für die Autofahrer. Die Stadt prüft derzeit die Möglichkeit von Parkplätzen am Westwall. Und Bürgermeister Strunk fand viel Beifall für seinen Vorschlag, für die Zeit des Weihnachtsmarktes zumindest einen Teil der Fläche am Kapitel als Parkmöglichkeiten bereitzustellen.
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