Xanten: Die Kunstwerke der Sand-Schnitzer
VON CORNELIA KRSAK - zuletzt aktualisiert: 26.04.2008Xanten (RPO). Acht Teams werden in den nächsten Wochen an der Xantener Südsee in einem Wettbewerb besonderer Art gegeneinander antreten. Sie arbeiten an Sand-Skulpturen. Die werden dann den Sommer über in einer Ausstellung zu sehen sein.
Eine Sandburg bauen kann jedes Kind. Stimmt die Mischung aus Sand und Wasser, hält so ein Bauwerk locker ein paar Stunden oder sogar Tage, bis der nächste Regenguss kommt oder ein rüpelhafter Zeitgenosse die Türme zum Einstürzen bringt. Einem professionellen Sandbildhauer darf so etwas nicht passieren. Die Sandskulpturen, die ab Mittwoch an der Xantener Südsee entstehen werden, müssen so stabil sein, dass Wind und Wetter ihnen nichts anhaben können.
Vom 9. Mai bis zum 31. August dauert die SandKunst-Ausstellung am Ufer der „Südsee“. Ab dem 30. April fertigen im Rahmen eines Wettbewerbs 16 internationale Sandbildhauer in acht Teams jeweils zwei Skulpturen an, von denen eine vier Meter und die andere zwei Meter hoch sein wird. Das Thema lautet „Ereignisse, die die Welt bewegten“. Die Arbeiten werden von einer Jury prämiert.
SandKunst
Der ISY-SandKunst-Wettbewerb findet vom 30. April bis 8. Mai täglich von 9 bis 18 Uhr statt.
Ausstellungseröffnung ist am Freitag, 9. Mai, um 11 Uhr.
Eintritt 8 Euro/ erm. 6 Euro, Schulklassen bis 9. Klasse 4 Euro pro Schüler, sonst 6 Euro (nur mit Voranmeldung). Kinder bis 5 Jahre haben freien Eintritt. So-Do 11-22 Uhr, Fr-Sa 11-24 Uhr.
Die Pressluftmaschinen
Bevor die Sandbildhauer, „Carver“ genannt, anrücken, sind viele Vorbereitungen zu treffen. Ein Team der World Sand Sculpting Academy (WSSA) aus den Niederlanden baut aus dem von der Firma Hülskens gesponserten Sand meterhohe Pyramiden. Dazu werden Holzverschalungen mit Sand gefüllt, bewässert und mit Pressluftmaschinen verdichtet. Stufe um Stufe wachsen die Sandbauwerke so in den Himmel. 600 bis 700 Tonnen grober Sand werden allein für die Skulpturen benötigt. Durch das Zusammenpressen wird der Block so fest, dass er mit Schnitzwerkzeugen bearbeitet werden kann, erklärt Sabina Fundament von der Essener Agentur ISY UP, Veranstalter der SandKunst-Ausstellung. Auch Agentur-Chef Volker Engel hat alle Hände voll zu tun, die Aufbauarbeiten am Südseestrand zu organisieren. Seit Donnerstagmorgen rollen die Kieslaster im Akkord. Rund 1000 Tonnen Sand in fünfzig Fuhren werden aus dem Kieswerk in Büderich angeliefert und auf dem 4000 Quadratmeter großen Gelände verteilt. Neben dem Skulpturenpark, der ab 9. Mai für Besucher geöffnet wird, soll ein „Wohlfühlstrand“ mit Liegestühlen, Palmen, einer Kinderspielecke und Gastronomie entstehen. Der Eintritt zur Strandgastronomie ist frei.
Die Regeln
Besitzer einer Dauerkarte (49 Euro) dürfen bereits ab heute Nachmittag hautnah bei den Vorbereitungen dabei sein und ab Mittwoch den Sandbildhauern bei der Arbeit über die Schulter gucken. Der freundschaftliche Wettbewerb ist nach dem weltweit anerkannten „International Sand Sculpting Code Book“ geregelt.
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