Xanten: Die Lagerfeuergitarre
VON CORNELIA KRSAK - zuletzt aktualisiert: 26.06.2009Xanten (RPO). Die Dom-Musikschule hat sich auch 2008 behaupten können. Im Jahresbericht sind viele Neuerungen enthalten. Allerdings ist der Geschäftsabschluss nicht ganz so erfreulich. Es fehlen noch mehr großzügige Sponsoren.
Zum fünften Mal in Folge legt die Dom-Musikschule einen Jahresbericht zum Geschäftsjahr vor. Viele neue Projekte wurden in Angriff genommen. Der Plan, eine hochwertige Jazz-Combo unter der Leitung von Robert Ritscher aufzubauen, konnte umgesetzt werden. "Es wird schon regelmäßig geprobt. Unser Ziel ist es, aus der Combo eine Big Band werden zu lassen", sagt Schulleiter Thomas Brezinka. Der Cello-Unterricht soll weiter ausgebaut werden. Mit Anna Nimczik konnte eine neue Cello-Lehrerin gewonnen werden. Als Nachfolgerin von Ulrike Geene unterstützt sie ihren Fachkollegen Ole Hansen seit Anfang des Jahres.
Neu im Programm ist ein Kurs für "Lagerfeuergitarre", ab sofort zweimal pro Halbjahr, je einer in Xanten und in Alpen. Der Kurs richtet sich an alle, die die Gitarre als akkordisches Begleitinstrument einsetzen wollen, interessant vor allem für Erzieherinnen, Lehrer oder Mitarbeiter in der Jugend- und Erwachsenenbildung. Seit Februar 2009 bietet die DMX-Tanzwerkstatt neben Modern Dance, Hip Hop, Flamenco und Tanztheater auch klassisches Ballett an. Geleitet wird der Unterricht von der Tanzpädagogin Cornelia Krömer. Im September 2009 beginnt "Ballett-Modern-Basis". In diesem Fach werden Kinder ab fünf Jahren spielerisch an den Tanz herangeführt. Die Tanzwerkstatt hat 2008 gegenüber dem Vorjahr deutlich Zuwachs bekommen von 107 auf 139 Schüler.
Schülerzahlen gestiegen
Insgesamt sind die Schülerzahlen von 542 auf 604 gestiegen. Davon kommen 381 Schüler aus Xanten und Ortsteilen, 127 aus Alpen und 96 aus anderen Orten. Mit 31 Lehrerinnen und Lehrern ist das Kollegium gut aufgestellt. Pro Woche werden 262 Unterrichtseinheiten zwischen 30 und 60 Minuten erteilt. Einmal jährlich findet ein Vorspiel aller Schüler statt. "Das Niveau ist erfreulich gestiegen", so Brezinka. Das gelte sowohl für besonders Begabte, die gezielt gefördert werden, als auch für die breite Basis der Schüler.
Der Geschäftsabschluss 2008 stimmt mit einem Minus von 6723 Euro nicht ganz so positiv. Der Verlust sei durch eine Anpassung der Lehrer-Gehälter und ein geringeres Spendenaufkommen zu erklären, könne aber durch Rücklagen ausgeglichen werden, so Schatzmeister Frank Geiger. Nach dem Tod der großzügigen Gönnerin Maria Borgmann war es 2007 zu einem Einbruch bei den Spenden gekommen.
Der knappe Etat
Für 2009 rechne man mit einem deutlich höheren Zuschuss vom Land NRW und Spenden in Höhe von rund 12 000 Euro. Von der Stadt Xanten wird die DMX seit 2008 mit jährlich 25 000 Euro (vorher 7500 Euro) bezuschusst, von der Stadt Alpen mit 3000 Euro. Für Investitionen, wie die Neuanschaffung von Instrumenten, reiche der Etat allerdings nicht aus, sagt Brezinka. Dies sei nur mit Unterstützung von Sponsoren möglich.
Derzeit laufen Verhandlungen über eine künftige Nutzung von Räumlichkeiten im Dreigiebelhaus durch die DMX. Schulleitung und Vereinsvorstand hoffen, dadurch die Raumnot der derzeit auf fünf Standorte verteilten Musikschule zu entschärfen.
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