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Xanten: Die Sternsinger sind unterwegs

VON UWE PLIEN - zuletzt aktualisiert: 03.01.2009

Xanten (RPO). Gestern fand im Hochchor des Xantener Doms der Aussendungsgottesdienst statt. Als Caspar, Melchior und Balthasar verkleidet bringen die Jungen und Mädchen Segen und sammeln für notleidende Kinder in Kolumbien.

Die Kinder kamen bereits in schönen Kostümierungen in den Aussendungsgottesdienst. Rechts ist die zehnjährige Lisa zu sehen; sie zieht erstmals als Sternsingerin.   Foto: RPO
Die Kinder kamen bereits in schönen Kostümierungen in den Aussendungsgottesdienst. Rechts ist die zehnjährige Lisa zu sehen; sie zieht erstmals als Sternsingerin. Foto: RPO

In Xanten haben sich gestern die Sternsinger auf den Weg zu de Menschen gemacht. Auch heute werden sie noch gruppenweise in der Stadt unterwegs sein, um Geld für notleidende Kinder in Kolumbien zu sammeln. In einem Aussendungsgottesdienst begrüßte Pastor Oliver Paschke von St. Viktor gestern morgen elf Sternsinger-Gruppen mit jeweils drei oder vier Kindern plus Betreuer. Den Aussendungsgottesdienst im Hochchor des Doms verfolgten etwa 65 Beteiligte. Heute geht es in den Ortschaften weiter, auch in Sonsbeck ziehen die Sternsinger.

Premiere für Lisa

Für die zehnjährige Lisa aus Xanten war es gestern eine Premiere. „Ich bin zum ersten Mal als Sternsinger unterwegs“, erzählte das Mädchen in einer besonders schönen Kostümierung. „Freunde haben mir davon erzählt und jetzt mache ich auch mit.“ Zusammen mit Jan (12) und Luisa (11) sowie Laura Haan als Betreuerin zieht Lisa nun von Haus zu Haus, klingelt an den Türen und singt „Stern über Bethlehem“.

Info

Kinder suchen Frieden

„Kinder suchen Frieden“ heißt das Leitwort der 51. Aktion Dreikönigssingen, das Beispielland ist diesmal Kolumbien.

1959 wurde die Aktion erstmals gestartet. Inzwischen ist das Dreikönigssingen die weltweit größte Solidaritätsaktion, bei der sich Kinder für Kinder in Not engagieren. Sie wird getragen vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).

Jährlich können mit den Mitteln aus der Aktion rund 3000 Projekte für Not leidende Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt werden.

Dann wird der Segen „Christus Mansionem Benedicat“ („Christus segne dieses Haus“) entweder mit Kreide an die Hauswände geschrieben oder – falls das nicht gewünscht ist – die Bewohner erhalten Klebestreifen mit der Aufschrift „20+C+M+B+08“. Auch mit dem gleichen Text bedruckte Zettel gehören zum Reisegepäck.

In Xanten haben Sarah Bosch und Maxi Decker die Sternsinger-Aktion geplant. „Wir haben die elf Gruppen auf die verschiedenen Straßen verteilt“, berichtet Sarah Bosch. Und Maxi Decker ergänzt: „Am Sonntag um 11.30 Uhr gibt es dann im Dom einen Dankesgottesdienst für alle, die mitgemacht haben.“

Auf zwei Tage verteilt

Pfarrer Oliver Paschke, der seinen ersten Aussendungsgottesdienst in Xanten hielt, unterstützte den Plan, die Sammlung auf zwei Tage zu verteilen: „Das entspannt die Sache und macht es für alle einfacher.“ Im Gottesdienst, den die Kinder bereits in voller Montur als Könige Caspar, Melchior und Balthasar mit selbst gebastelten Kronen, Umhängen und Weihnachtssternen verfolgten, erinnerte Paschke an die Geschichte der drei Weisen aus dem Morgenland.

„Und ihr geht hinaus zu den Menschen und bringt ihnen die Freude Gottes“, sagte er. „Ihr sagt ihnen, was es mit Weihnachten auf sich hat und dass Jesus der Sohn Gottes ist. Ich hoffe, dass die Menschen ein Glitzern und Lächeln in den Gesichtern haben, wenn ihr bei ihnen klingelt.“ Zur Feier des Tages läuteten zum Auszug auch die Glocken des Doms.

Drei Mitglieder der Läute-Kompanie – Susanne und Christoph Wonning sowie Bernd Ahls – brachten zwei der drei Handglocken in Bewergung: die „Helena“ (auch die „Glocke der Freude“ genannt, zwei Tonnen schwer) und die „Anna-Antonia“ (eine Tonne). „Insgesamt haben wir sechs Glocken, drei werden ausschließlich elektrisch geläutet“, so Christoph Wonning. „Aber zu besonderen Anlässen läuten wir von Hand.“

Quelle: RP

 
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