Niederrhein: Drei Städte setzen auf Römerparks
zuletzt aktualisiert: 22.10.2007Niederrhein (RPO). Wer am Limes, dem einstigen römischen Grenzwall, lebt, der fühlt sich mit den Römern verbunden – auch freizeittechnisch. Zwei niederländische Städte planen „römische Themenparks“. Sie alle wollen zwischen den Freizeit-Giganten bestehen.
Der Archäologische Park Xanten (APX) hat da bereits eine Sonderstellung. Bis zu 400.000 Besucher zieht die Colonia Ulpia Traiana (CUT) im Jahr an. Niedrige Eintrittspreise (2 und 6,50 Euro) machen den Besuch der Römerstadt erschwinglich. „Die Gäste nimmt uns auch in Zukunft niemand weg“, meint Museums-Pädagogin Marianne Hilke. Trotzdem will der APX „aufrüsten“: Der Landschaftsverband Rheinland als Träger will 60 Millionen Euro investieren. Allein 22,5 Millionen Euro fließen in den Neubau des Regionalmuseums. 2500 Exponate werden in dem futuristischen Haus zu sehen sein.
Wer weniger Wert auf historisch stimmige Aufarbeitung legt, für den harren weitere Römer-Projekte der Realisierung. Recht nahe an der Umsetzung ist der Plan, auf niederländischer Seite in Lobith gleich hinter Emmerich-Elten einen römischen Spielpark zu errichten. Der Nachwuchs soll in einem hölzernen Militärlager zwischen Wachtürmen toben können. Gedacht ist auch an den Nachbau einer römischen Galeere. Die Planer erwarten mehr als 100.000 Gäste pro Jahr. Investor ist die Firma Wezendonk aus Pannerden/ Niederlande, die den Park als Ausgleichsmaßnahme plant.
Bei Nimwegen, das ebenfalls am antiken Limes liegt, sucht eine Stiftung um den Niederländer Robert Wimmers ein geeignetes Gelände, um ebenfalls einen Römerpark zu errichten. Ein Erlebnispark mit spektakulären Shows zu Lande und zu Wasser soll’s werden.
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