Xanten: Ein Basar als Treffpunkt
VON BEATE WYGLENDA - zuletzt aktualisiert: 23.11.2009Xanten (RPO). Der Weihnachtsbasar der Lebenshilfe Xanten erlebte einen Besucheransturm. Die Atmosphäre blieb dennoch familiär. Einige Besucher genossen den ganzen Nachmittag lang die entspannte, besinnliche Stimmung.
marienbaum Auch dieses Jahr waren die Tische wieder proppenvoll. Zum neunten mal ließ der Weihnachtsbasar der Lebenshilfe Xanten die Besucher in Scharen zum Wallfahrtsheim kommen. Neben Holz- und Handarbeiten, selbstgemachten Likören und Marmeladen gab es Alles, was das Stöberherz begehrt. Und das Ganze für einen guten Zweck: Der gesamte Erlös wird dem Wohnheim der Lebenshilfe in Xanten zur Verfügung gestellt.
Von Hektik keine Spur
Rüselig ging es zu. Immer wieder kamen neue Gäste, schlenderten durch die Gänge, kauften Lose für die Tombola oder unterhielten sich angeregt mit Freunden sowie den Bewohnern des Wohnheims. "Zur Mittagszeit war es brechend voll", erzählte Heike Goßens-Rademacher, Mitarbeiterin der Lebenshilfe, "man trifft sich hier eben." Trotz des gewaltigen Ansturms war von Stress oder Hektik keine Spur. Die Atmosphäre blieb durchweg gelassen und familiär. Einige Besucher verbrachten den ganzen Nachmittag vor Ort. Bei Kaffee und Kuchen, gespendet von der Frauenhilfe Mörmter, ließen die Gäste für ein paar Stunden den Alltag hinter sich und genossen die entspannte, besinnliche Stimmung des Basars.
Spezielles Tandem
Mit dem Erlös des Basars wird diese Jahr ein speziell angefertigtes Tandem für die Bewohner gekauft. Das Rad soll an der Seite eine Sitznische haben, worin auch schwerbehinderte Personen mit radeln können.
"Kommerz ist bei uns nicht erwünscht", betonte auch die Mitarbeiterin. Die Verkäufe liefen dennoch gut. Die Ware war, wie stets, selbstgemacht und hochwertig. Und das zu einem kleinen Preis. Für Vieles wurde nur ein Euro mehr verlangt als für die Materialien ausgegeben wurde. Die Herstellung wurde gar nicht erst berechnet. "Die Kunden fragen oft, ob wir denn verrückt seien, und zahlen freiwillig etwas mehr", freute sich Heike Goßens-Rademacher. "Fast Jeder nimmt zumindest eine Kleinigkeit mit, um den Bewohnern zu helfen.". Diese arbeiteten auch tatkräftig mit und lockerten mit ihrer herzlichen Art zusätzlich die Stimmung auf, verwickelten die Kunden in Gespräche und scherzten mit ihnen. "Das Interesse für die Bewohner des Wohnheims ist sehr groß, einige fragen auch gezielt nach den Projekten der Lebenshilfe."
Kleine Werkstatt
Seit Februar haben Mitarbeiter des Wohnheims sowie Eltern der Bewohner an den Artikeln gearbeitet. Einmal monatlich traf sich die Elterngruppe, um Ideen auszutauschen. Doch für die große Auswahl der selbstgemachten Sachen musste zudem zu Hause tüchtig gewerkelt werden. Getrud van den Boom zum Beispiel strickte das ganze Jahr über Schals und Kinderkleidung. Das Ehepaar Heinrich und Käthe Jorissen hat mittlerweile eine kleine Werkstatt zu Hause, um Holzkreationen zu fertigen. So ist wohl auch das liebevolle Engagement der Eltern Grund für die hohen Besucherzahlen des Basars.
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