Xanten: Ein Platz für Tiere in Not
VON RITA HANSEN - zuletzt aktualisiert: 05.08.2009Xanten (RPO). Patenschaften willkommen: Auf dem Großen Talhof von Maike Schwarma in Hamb tummeln sich Vierbeiner, die aus Elend und Not befreit wurden. Tiere, die hier ankommen, bleiben bis zu ihrem Ende.
Paten gesucht
Um die beiden Pferde der im Winter verstorbenen Vorbesitzerin mit allen anfallenden Tierarzt- und Hufschmiedkosten) als Gnadenbrotpferde versorgen zu können, wären pro Ross 250 Euro im Monat notwendig.
Tiere in Not Duisburg sucht daher dringend (Teil-) Patenschaften (nicht nur) für die beiden Pferde auf dem Große Talhof in Hamb.
HAMB "Jana" fraß kein Gras mehr. Maike Schwarma beobachtete die 20jährige Schimmelstute, die für die Zucht ausgedient hatte auf der Koppel. Schnell war ihr klar, dass "Jana" massive Zahnprobleme hatte. Die anstehende Operation wurde mit rund 3500 Euro veranschlagt. Meike Schwarma setzte sich mit der privaten Duisburger Initiative "Tiere in Not" in Verbindung, denn die Besitzerin von "Jana" war im vergangenen Winter gestorben. Zuvor hatte diese sich mit "Tiere in Not Duisburg" in Verbindung gesetzt, um auch nach ihrem Tod die Unterbringung und Pflege ihrer beiden vor dem Schlachter geretteten Rösser zu sichern. Denn neben "Jana" ist auch Traberstute "Elma" (21) auf dem Großen Talhof in Hamb.
Privater Spender
Die private Duisburger Initiative rief zu Spenden auf, um die Kosten tragen zu können. Der Duisburger Hoffmann spendete eine größere Summe und übernahm schließlich die kompletten Kosten, als keine weiteren Spenden eingingen. Zuvor überzeugte er sich in Hamb, dass es das leidende Tier wirklich gibt.
Vor zwei Wochen wurde Jana operiert, bekam die oberen und unteren Schneidezähne gezogen. "Es war alles vereitert. Sie muss unsägliche Schmerzen gehabt haben", so Maike Schwarma. Liebevoll krault sie während des Gesprächs "Jana" die Mähne. Die hingegen hat nur Augen für ihren "Mash"-Eimer. Immer wieder leckt die Stute das Behältnis mit der Futtermischung genüsslich aus. "Jetzt ist sie vorne zahnlos, aber putzmunter. Sie ist auch viel ruhiger geworden."
Auf dem "Großen Talhof" der Familie tummeln sich allerlei Vierbeiner. Viele wurden aus Elend und Not befreit. Wie Shetlandpony Kessy (30) oder Roy (22), die aus unzumutbaren Verhältnissen geholt wurden. "Was einmal hier landet, bleibt meist auch bis zum bitteren Ende hier", lächelt die 50jährige Chefin auf dem Hof.
Jetzt werden für "Jana" und ihre Freundin Elma dringend Paten gesucht. "Die beiden haben sonst keinen. Meine ,Rentner' haben wenigstens uns." Meike Schwarma hätte die beiden Pferde übernommen, "doch ich habe schon zu viele und darf meine eigenen fünf ,Rentner' nicht gefährden".
Seit 45 Jahren mit Pferden zu tun
Das Liebste wäre ihr, hätte sie "nur Rentner als Pensionspferde", verrät die Mutter eines erwachsenen Sohnes, bei der irgendwo alle Pferde auf dem Hof, auch die eingestellten, "ihre" Pferde sind. Sie alle werden individuell, gemäß ihrer speziellen Eigenarten behandelt. "Wir sind ein Stall für schwierige Pferde. Wir haben hier keine Pferde, die in eine Norm passen. Seit 45 Jahren habe ich mit Pferden zu tun. Ich bin damit groß geworden, habe gelernt damit umzugehen", so die Frau, die erst Landwirtin, dann Hufschmiedin gelernt hat und jetzt als Reitwart arbeitet.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum




