Labbeck: Ein Tipi für kleine Indianer
VON RITA HANSEN - zuletzt aktualisiert: 03.07.2008Labbeck (RPO). Serie Ferien zu hause Der Kinderschutzbund Peter Pan hatte für seinen Ferienspaß in Labbeck einen Indianer eingeladen. Der erklärte, wie Indianer lebten und leben.
„How kola“ heiße so viel wie „Hallo, wie geht’s?“ erklärte Mato. Mit bürgerlichem Namen heißt er eigentlich Wilfried Kemper, Aber er ist auch vom Stamm der „Free Indians“ und Regenbogenkämpfer. Das Peter-Pan-Team hatte sich gestern zu seinem Indianerfest im Rahmen des Ferienspaßes die Unterstützung eines Indianers gesichert.
Dumpfe Trommeltöne
Auf dem auch in diesem Jahr zur Verfügung gestellten Gelände der Familie Stratmann war ein Tipi in Originalgröße aufgebaut worden. Dumpfe Trommeltöne führten daran vorbei auf eine Wiese. Dort stand Mato, was der Bär bedeutet, und erzählte einem Teil der 29 Jungen und Mädchen Informatives und Spannendes über die Indianer und jene Stämme, die es mit fast identischer Lebensweise auch in Deutschland bis zu ihrer Unterwerfung im Jahre 800 gegeben habe. Immer wieder ließ er Worte sich selbst erklären wie Wisent, das er mit „mach der Wies ein End“ erläuterte.
Das Ziel
„Ich habe Mato auf der Niederrheinmesse in Rheinberg kennen gelernt. Nach so vielen Jahren Hexenfest wollten wir mal etwas anderes machen und kamen auf Indianer“, erklärte Petra Olfen, alias Große Wolke.
Tipi und wenig „Drumherum“ verdeutlichten den Kindern zwischen sechs und elf Jahren dabei, wie die Indianer damals lebten und teils heute noch leben.
„Das bauen wir, glaube ich, im nächsten Jahr weiter aus“, überlegte Große Wolke begeistert.
Zwischen Hufeisenwerfen und Bogenschießen ließen sich die Kids die Natur, die Bedeutung der Zahl drei und andere Phänomene erläutern. Im Tipi wurde derweil von Lachender Sonne (Katja Ververs) eine Geschichte aus alten Zeiten mit modernen Wörtern wie ICE vorgelesen. Bei solch „falschen“ Begriffen sollten die kleinen Indianer in lautes Kriegsgeheul ausbrechen. Eine Aufforderung, der die Kinder mit Begeisterung nachkamen.
Der vom Kinderschutzbundteam Xanten-Sonsbeck organisierte Nachmittag war mit der Trommel und einer „Entschuldigung an Mutter Erde“ eingeläutet worden. Zudem hatten sich alle Teilnehmer des Indianerlagers entsprechende Namen gegeben. Dann verteilten sich die verkleideten Kinder, manche bastelten, andere stromerten in der Nähe des Indianers („Das bin ich seit meiner Geburt“, so Mato, herum.
Die Fruchtspieße
Immer wieder griffen die Kinder zu den Trommeln, tanzten zu der Musik. Kleine Sonne (Jana, sieben Jahre) schnitt eine Banane für die Fruchtspieße klein, ihre Mutter schnibbelte Stücke aus einem Apfelviertel, die sie in eine Schüssel schüttete. Aus den Schalen bedienten sich die Jungen und Mädchen, um Fruchtspieße zu stecken und teils allerlei Fragen über die Indianer zu stellen. Gegen Abend wurden die Feuer in den Feuerkörben entfacht, Stockbrot backen war angesagt. Viel zu schnell hieß es: „Hoka hey!“. Das heißt „Schau dich um, da ist noch mehr“ – ein Abschiedsgruß).
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