Xanten: Feuer, Farben und Flair
VON CORNELIA KRSAK - zuletzt aktualisiert: 06.08.2007Xanten (RPO). Tausende strömten am Wochenende zum Kunstmarkt auf der Klever Straße. Die mehr als 50 Künstler und deren Werke verströmten eine Stimmung wie auf dem berühmten Kunst-Hügel in Paris.
Gemütlich durch die Gassen schlendern, in Kunstwerken und Antiquitäten stöbern, an einem Gläschen Rotwein nippen und der Straßenmusik lauschen. Beim Künstlermarkt „Klein Mont Martre“ konnte man am Wochenende mediterrane Lebensart genießen. Bei beinahe tropischen Temperaturen strömten die Kunstfreunde in großer Zahl in die City, wo sich zwischen Mitteltor und Klever Tor die Marktstände aneinander reihten.
Über 50 Künstler verwandelten die Klever Straße in eine Kunstmeile, die von der Atmosphäre und dem vielfältigen Angebot her dem berühmten Vorbild in Paris sehr nahe kam. „Es herrscht eine ganz außergewöhnliche Stimmung. Genauso habe ich es mir gewünscht“, freute sich Projektleiterin Hedy Veltkamp. Das „Fest der Leichtigkeit“ drängte den Gedanken an die harte Arbeit im Vorfeld in den Hintergrund. „Man soll die Mühen, die dahinter stehen, nicht mehr spüren“, so Veltkamp.
Das Konzept ging auf
Das Konzept ging auf. Künstler und Besucher ließen sich gleichermaßen von der Hochstimmung anstecken. „Ich bin ganz positiv überrascht, vom Publikum her und auch der Qualität an den Ständen“, sagte Ruth Bojarra. Die Künstlerin aus Dinslaken stellte ihre figürlichen Objekte aus Draht und Papier zum ersten Mal beim „Klein Mont Martre“ aus. Auch von der Örtlichkeit war sie sehr angetan. „Das ist hier wirklich wie auf dem Mont Martre, mit den historischen Bauten ringsherum“, fand Bojarra und lobte die unaufdringliche Stimmung.
An vielen Ständen entspannen sich angeregte Gespräche zwischen Künstlern und Besuchern. „Die Männer fragen meist nach technischen Dingen. Die Frauen haben eher das Schöne im Blick“, wusste Gabriele Kremer zu berichten. Die Fotografin aus Vynen wurde häufig auf ihre Xantener Motive angesprochen und verriet auf Nachfrage manche Tricks und Kniffe. Andere Künstler ließen Pinsel und Farbschwämme für sich sprechen, wie Melanie Weinhold, Nacir Chemao und Aloys Cremers, die live vor Publikum malten. „Ich finde es sehr spannend, einmal die Künstler hinter den Bildern zu sehen“, sagte Heike Frieling, die aus Düsseldorf zum Kunstmarkt anreiste. „Klein Mont Martre hat Flair. Es ist sehr persönlich, sehr ruhig und man kann verweilen“, so Frieling.
Genug Zeit mitbringen
Zeit musste man für das vielfältige Angebot an den Ständen mitbringen. Skulpturen, Objekte, Malerei, Schmuck, Keramik und Textiles präsentierten sich in unterschiedlichster Form.
Bei Wein und Käse träumten sich die Gäste vom Niederrhein direkt an die Seine.
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