Sonsbeck: Gerätehaus: TriTec macht's
VON JOSEF POGORZALEK - zuletzt aktualisiert: 14.01.2010Sonsbeck (RPO). Die Xantener Firma TriTec hat den Wettbewerb zum Bau des Gerätehauses Labbeck gewonnen. Die Xantener wollen mit ortsansässigen Firmen zusammenarbeiten und das Gebäude im Oktober schlüsselfertig übergeben.
Und der Sieger ist: die Firma TriTec aus Xanten. Sie darf das neue Feuerwehrgerätehaus Labbeck bauen – beziehungsweise den Bau managen, denn als Generalunternehmer arbeitet sie bei ihren Projekten mit anderen ausführenden Firmen zusammen.
TriTec-Geschäftsführer Ernst Overhage versicherte gestern, dass Sonsbecker Firmen an dem Vorhaben in Labbeck möglichst beteiligt werden. Auch in Alpen, wo TriTec zurzeit den Bau des neuen Rathausgebäudes betreut, oder in Menzelen, wo die Xantener vor drei Jahren beim Bau des Feuerwehrgerätehauses Regie führten, seien ortsansässige Firmen recht gut beteiligt worden.
Fast punktgenau
Der Zuschlag an TriTec wurde im Sonsbecker Bau- und Planungsausschuss einstimmig beschlossen. Die Xantener waren aus dem Ausschreibungsverfahren als Mindestbieter hervorgegangen. Nach der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) sei den Verantwortlichen keine große Wahl mehr geblieben, als ihnen den Zuschlag zu erteilen, so Bürgermeister Leo Giesbers.
Stark im Gewerbebau
Die TriTec Baumanagement Niederrhein GmbH wurde 2003 in Kleve gegründet und ist 2004 nach Xanten (Sonsbecker Straße 34) umgezogen. Geschäftsführer sind Ernst Overhage und Bernd Neumann. Insgesamt hat die TriTec fünf Mitarbeiter: Architekten, Bauleiter, Ingenieure.
"Gewerbebau ist unsere Stärke", sagt Overhage. Als Generalunternehmer hat die TriTec unter anderem den Bau von Filialen der Ketten "Pit Stop" und "Carglass" sowie von Gastronomie- und Büroräumen am Niederrhein, im Ruhrgebiet und im Münsterland betreut.
Auch wenn dadurch mitbietende Sonsbecker Firmen das Nachsehen gehabt haben sollten. Vier weitere Firmen haben nach Angaben von Giesbers 30 000 bis 40 000 Euro höhere Angebote für die Erstellung des Gerätehauses abgegeben.
"Die TriTec ist ein leistungsfähiger Anbieter", freut sich Giebsers. An die Firma geht ein Auftrag in Höhe von 560 000 Euro. Rechnet man die Bepflanzung des Außenbereiches (sie soll durch den Sonsbecker Bauhof erfolgen) und weitere Nebenkosten hinzu (Architektenhonorar, Boden- und andere Gutachten), so ergeben sich Gesamtkosten in Höhe von 625 000 Euro. Das entspreche, so Giesbers, "fast punktgenau" den Kosten, die Architekt Christian Mummert geschätzt hatte.
Gestern hat Ernst Overhage einen ersten Gesprächstermin mit Mummert vereinbart. Eine Statik für den Bau sei noch zu erstellen, ebenso wie die Ausführungsplanung durch den Architekten. Zwar erfolgt der offizielle erste Spatenstich am Sonntag (17. Januar, 11 Uhr) beim "Hoffmusdag" der Labbecker Feuerwehr, mit dem eigentlichen Baubeginn rechnet Overhage allerdings erst im März. Zurzeit sei wegen des Frosts sowieso nicht viel zu machen.
Da die Gemeinde rund 411 000 Euro aus dem Konjunkturpaket II für das Projekt verwendet, muss es bis Ende des Jahres fertiggestellt sein. Das ist laut Ernst Overhage kein Problem. Nach dem TriTec-Terminplan werde das neue Gerätehaus an der Marienbaumer Straße Anfang Oktober schlüsselfertig übergeben.
"Garage für zwei Fahrzeuge"
Und was wird dann aus dem jetzigen Labbecker Gerätehaus? Es ist teilweise in die Umkleideräume des DJK Labbeck-Uedermerbruch eingegliedert und lasse sich deshalb, anders als das alte Gerätehaus Hamb, so nicht veräußern. "Es bleibt eine Garage für zwei Fahrzeuge über", sagt Leo Giesbers. Verständlicherweise schiele der Sportverein auf die kleine Halle, in der er zum Beispiel Sportgeräte aufbewahren könnte. Vielleicht werde sie dem Verein tatsächlich überlassen, aber das letzte Wort in der Sache sei noch nicht gesprochen.
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