Sonsbeck: Giesbers: Das Beste für Sonsbeck erreichen
zuletzt aktualisiert: 10.01.2009Sonsbeck (RPO). Die Frage, ob ein Gegenkandidat vorgeschlagen wird, hätte sich Kreistagsmitglied Hans-Peter Kamps als Versammlungsleiter sparen können, wäre sie nicht formell vorgeschrieben: Natürlich gab es bei der CDU-Versammlung keinen Gegenvorschlag zu Leo Giesbers, der natürlich auch vom Vorstand des Gemeindeverbands einstimmig vorgeschlagen wurde und natürlich von allen 44 anwesenden Stimmberechtigten gewählt wurde. Alles andere wäre eine dicke Überraschung gewesen. Zu Giesbers, seit 1996 als Bürgermeister im Amt, gibt es in den Reihen der CDU wohl keine ernsthafte Alternative. Die Vorstellung seiner Person war denn auch mehr als ein ritueller Akt zu verstehen denn als eine Notwendigkeit, schließlich ist der 57-Jährige bekannt wie ein bunter Hund. Seit 1975 lebt und arbeitet der Diplom-Verwaltungswirt in Sonsbeck, das er nur ungern verlasse – „auch im Urlaub“.
Giesbers zeigte einige Ziele für die Zukunft auf: Unter anderem eine moderate Entwicklung der Wohnbau- und Gewerbegebietegebiete, Stärkung der Infrastruktur, Erhalt von Kindergärten, Stärkung der Schulen, Unterstützung der Vereine, die Träger von Sport, Freizeit und Kultur in der Gemeinde seien. Die Gemeinde müsse junge Familien noch besser fördern, sie „für Sonsbeck begeistern“ und ihnen Angebote machen.
Eine wichtige Aufgabe der Verwaltung sei es auch, die Finanzen in Ordnung zu halten. Der Rückgang der Verschuldung seit dem Jahr seines Amtsantritts ist in dieser Hinsicht sicherlich eine Empfehlung für Giesbers: Sie lag 1996 bei 4,01 Millionen Euro, sank im Jahr 2000 auf 3,49 Millionen und hat heute 2,16 Millionen erreicht. Trotz allgemeinem Gerede von Finanzkrise rief Giesbers auf, Probleme nicht herbei zu reden und in Sonsbeck eine „optimistische Haltung“ beizubehalten.
Starke Mannschaft gehört dazu
Giesbers hob den Teamgedanken hervor: Ohne eine starke Mannschaft im Rathaus könne er allein wenig ausrichten. Ein kompetenter Rat gehöre ebenfalls dazu. Auch wenn er sich eine gesunde CDU-Mehrheit wünscht, hatte Giesbers doch freundliche Worte für die Opposition parat: „Wir müssen nicht in allen Bereichen einer Meinung sein, aber wir müssen das Ziel verfolgen, das umzusetzen, was das Beste für Sonsbeck ist.“
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