Xanten: In Rumänien mit anpacken
VON LAURA GASSELING - zuletzt aktualisiert: 30.05.2008Xanten (RPO). Ins Ausland wollte Lukas van Husen schon immer. Der 19-jährige Birtener hat gerade sein Abitur gebaut hat. Der Zivildienstleistende beginnt Ende August einen Freiwilligen Friedensdienst in einem Kinderheim in Rumänien.
Förderer gesucht
Lukas van Husen hofft, dass er zum Reisebeginn Ende August die Summe von 1800 zusammenbringt und dass er zahlreiche Förderer findet.
Interessenten können ihn unter folgender Nummer erreichen: 02801 3571 oder eine E-Mail schreiben an lukas_van_husen@web.de.
Nähere Informationen über die Organisation: www.aktiv-zivil.de.
Birten Noch zwei Monate, dann packt Lukas van Husen seine Koffer. Für ein Jahr wird er in Rumänien Menschen zur Seite stehen, die auf besondere Hilfe angewiesen sind. Das Kinderheim in Siebenbürgen in der Nähe von Kronstadt wurde von dem Verein der barmherzigen Samariter gegründet. Um die Auswahl und Vorbereitung der Zivildienstleistenden kümmert sich die evangelische Kirche im Rheinland.
Hausmeisterjob und Nachhilfe
Hauptsächlich werden sich Lukas Tätigkeiten auf einen Hausmeisterjob beschränken. „Mein Führerschein ist drüben sehr begehrt“, so der Reisende, der auch den Fahrdienst übernehmen wird. Zusätzlich wird Lukas den Kindern aber auch in Mathe oder Englisch Nachhilfe geben. Nach der Arbeit bleibt ihm aber auch noch Gelegenheit zum Beispiel mit den Kindern Fußball zu spielen.
Neben seinen sozialen Aufgaben in dem Heim hat der 19-Jährige aber auch noch Zeit für sich, die Stadt, das Land und die Leute kennen zu lernen. „Am Wochenende habe ich die Möglichkeit, auch mal in der Stadt ganz normal feiern zu gehen, Konzerte zu besuchen und Leute in meinem Alter kennen zu lernen“, weiß Lukas von dem Zivi, der zurzeit in Rumänien im Kinderheim ist. Über ihn hat er schon viel über seinen neue Einsatzort erfahren, sodass die Angst vor dem „Neuen“ nicht mehr so groß ist.
Schlafen und Essen wird der Birtener im Kinderheim. In den Urlaubstagen, die er bekommt, möchte er Skifahren in den nahe gelegenen Karpaten und durch das Land ziehen. „Ich möchte meinen Horizont erweitern und auch persönlich zur Völkerverständigung beitragen. Einfach mal selber anpacken und helfen“, erhofft sich Lukas von seinem Auslandaufenthalt.
Die Sprache beherrscht er noch nicht. Aber er hat sich schon eine CD fürs Auto gekauft, mit der er Rumänisch bis zum Reisebeginn Ende August erlernen möchte. In der Schule hatte er Latein und Französisch, mit der die noch unbekannte Sprache sehr verwandt ist, sodass er sich darum keine Sorgen macht.
Was packt man in den Koffer, wenn man ein Jahr lang verreist? Lukas fährt mit dem Bus 30 Stunden lang nach Rumänien, sodass das Gewicht des Koffers glücklicherweise keine Rolle spielt. Aber auf jedenfall: „müssen natürlich der Laptop und Fotos mit“. Nicht zu vergessen warme Klamotte, denn im Winter kann es bis zu minus 25 Grad werden.
Förderkreis aufbauen
Damit sich die Evangelische Kirche im Rheinland finanzieren und weiterhin Jugendliche in ihrem Auslandsjahr begleiten kann, gehört es zum Konzept, dass Lukas sich einen eigenen Förderkreis aufbauen muss. Dadurch soll er erlernen, für sein Engagement auch persönlich einzutreten und Öffentlichkeitsarbeit für den Freiwilligen Friedensdienst zu leisten. Lukas soll insgesamt 1800 durch Sponsoren zusammenbringen. Er wird seine Förderer in regelmäßigen Abständen in Rundbriefen über seine Arbeit und Erfahrungen informieren.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum




