Xanten: In Xanten gut aufgehoben
VON LAURA GASSELING - zuletzt aktualisiert: 06.05.2008Xanten (RPO). Gute Stimmung: Rund 150 Neubürger folgten gestern Abend der Einladung der Stadt Xanten ins Festzelt nach Wardt. Xantener Vereine stellten sich vor, um die Integration für die Neuankömmlinge zu vereinfachen.
Menschen aus ganz Deutschland und auch den Nachbarländern trafen sich gestern Abend im Festzelt des Freizeitzentrum Xantens. Auch wenn sie aus den verschiedensten Ecken mit den verschiedensten Motiven kamen, eins hatten sie alle gemeinsam: Sie sind im letzten Jahr umgezogen und die neue gemeinsame Heimat heißt Xanten. Die Stadt hatte knapp 600 Neubürger gestern Abend eingeladen, Xanten besser kennen zu lernen.
„Xanten erleben“
„Hier sind sie gut aufgehoben“, begrüßte Bürgermeister Christian Strunk seine neuen Mitbürger. Nach dem Filmbeitrag „Xanten erleben“ konnten auch die meisten Neulinge die Frage des Gewinnspieles richtig beantworten: Welches Volk gründete im Jahr 13 v. Chr. bei Xanten-Birten das Heerlager Vetera I ? Dass es die Römer und nicht die Wikinger waren, wussten auch die Ordensschwestern Brunhild Schneider, Roswitha Noeppel und Constanze Bode. Schwester Brunhilde und Roswitha kommen aus Münster, doch das Ordenshaus wurde aufgelöst, sodass sie nun im Seniorenhaus in Xanten leben. „Das ist fast wie ein Geschenk“, schwärmte Brunhild Schneider von ihrer neuen Heimat. Ihr gefällt besonders die grüne Umgebung in Xanten. Ihre Mitbewohnerin, die auch in ihrem alten Orden schon den Orgeldienst übernahm, begleitet nun die Gottesdienste in der Krankenhaus Kapelle.
Verein stellten sich vor
Damit sich die neuen Anwohner im Alltagsleben schnell integrieren können, präsentierten sich 14 Vereine aus dem nahen Umkreis. Vor allem Schützenvereine waren stark vertreten. Sie lockten mit der Jugenarbeit im musikalischem und im sportlichen Bereich. Auch der TuS Xanten und die Basketballer „Xanten Romans“ waren dabei, um neue Mitglieder zu werben. Ebenso stellte sich die „Eine-Welt-Gruppe“, die katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB), die Feuerwehr Xanten, die Stadtbücherei oder der Städtepartnerschaftsverein vor.
Der Schützenverein St. Martin aus Vynen lud die Neulinge ein, mit einem Lasergewehr auf eine Zielscheibe zu schießen. Pia Kremer nutze die Gelegenheit. „Hier haben ich die Möglichkeit, es einfach mal auszuprobieren und ich bin nicht die einzige Neue“, fühlte sich Kremer, die aus Berlin aus beruflichen Gründen an den Niederrhein gezogen ist, wohl. Als Showeinlagen führten Katrin und Markus Müllenmeister einen Rollstuhltanz vor. Für die Musikeinlage sorgte der Landesspielmannszug der St. Helena Bruderschaft; aus Vynen waren die Fahnenschwenker der St. Martin Schützenbruderschaft angerückt, um ihre Kunst zu demonstrieren.
„Alle sind happy, dass sie hier in der Idylle einen Platz gefunden haben. Die meisten nannten die ländliche aber dennoch zentrale Lage Xantens, als großen Vorteil“, erzählte Bürgermeister Strunk, der viel zu tun hatte, die Neuankömmlinge alle zu begrüßen.
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