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Labbeck: Jede Menge Pläne

VON RITA HANSEN - zuletzt aktualisiert: 27.06.2009

Labbeck (RPO). Sehr gut besucht war die Bürgerversammlung in Labbeck. Die Gemeinde informierte über verschiedene Vorhaben, darunter den Neubau des Feuerwehrgerätehauses und das Baugebiet im nördlichen Dassendal.

Nach dem Wortgottesdienst im Dom, vor der Feier in der Turnhalle: die Abiturienten des Stiftsgymnasiums.   Foto: RPO
Nach dem Wortgottesdienst im Dom, vor der Feier in der Turnhalle: die Abiturienten des Stiftsgymnasiums. Foto: RPO

Das Pfarrheim ist zu klein, die Labbecker betonen es immer wieder. Bei der Einwohnerversammlung und Bürgeranhörung zeigte es sich einmal mehr, der Saal platzte aus allen Nähten. Ideenskizzen für eine Pfarrheimerweiterung seien von Gerd Quinders bereits erstellt worden, mittels dieser Skizzen gehe ein Antrag an den Gemeinderat. 10 000 Euro habe der Rat bereits als Haushalts-Ansatz geschaffen - und man gehe davon aus, dass "wir das gefördert bekommen", sagte Bürgermeister Leo Giesbers dazu. "Meine Zeitvorstellung ist, dass wir Ende des Jahres 2010 beginnen können."

Die gesamte Sitzung bezog sich auf Baubeginne, Flächengrößen und Kosten. Da ging es zum Einen um das neue Feuerwehrgerätehaus für die Labbecker Wehr. Die bereits der Politik vorgestellten Architekten-Vorschläge (RP berichtete) wurden erneut von den Architekten Per Weber sowie Christian Mummert dargelegt, wobei Mummerts Planung den Wünschen der Wehr entsprechend bereits mit kleineren Änderungen Rechnung trug. Anmerkungen und Fragen der Labbecker bezogen sich auf Parkplätze, Kosten und Arealgröße sowie die von Mummert geplante Dachterrasse. Giesbers erläuterte in dem Zusammenhang die Zeitproblematik. "Wir müssen schnell arbeiten", denn um die bewilligten 411 000 Euro aus dem Konjunkturpaket II zu erhalten", müsse das Haus bis zum 31. Dezember 2010 fertig gestellt und abgerechnet sein.

Info

Mehr geht nicht

Eine Erweiterung des Neubaugebietes im nördlichen Dassendal ist laut Bauamtsleiter Johannes Peters nicht möglich: "Die Bezirksregierung gab klipp und klar vor, da ist Schluss." Mit anderen Worten, so Peters, man habe gesagt, "mehr Fläche bekommt ihr vorläufig nicht. Wie ihr sie verteilt, ist euer Belang."

War im Vorfeld von rund einem Dutzend Häusern im Baugebiet die Rede gewesen, bezogen sich die vorgestellten Pläne auf maximal 20 Häuser.

Vorentwürfe

2010 gilt auch als Startpunkt für die Erschließung bzw. den eventuellen Baubeginn im nördlichen Dassendal. Das neue Baugebiet hat eine Bruttofläche von 16 000 Quadratmetern, inklusive einer ungefähren Verkehrsfläche von 3000 Quadratmetern. Planer Selders, Planungsbüro Hax, stellte kurz die drei Vorentwürfe für die Bebauung dar, deren Unterschiede vorwiegend in der Verkehrsführung sowie der Erschließungsform lagen. Zwei der Entwürfe sehen einen Kreisverkehr am Eingang des Gebietes vor, quasi als Übergang vom landwirtschaftlichen zum Wohnbereich. Der zweite Vorschlag holt den Kinderspielplatz ins Neubaugebiet.

Seitens der Bürger stellte sich Fragen nach der Anzahl der Grundstücke, deren Preis und ob die Ortsrandbegrünung eine private oder öffentliche Fläche werde. Gerd Quinders gab die Fahrzeuggröße der landwirtschaftlichen Nutzfahrzeuge hinsichtlich des Kreisver-kehres zu bedenken.

Anja und Markus Bach stellten im Anschluss das von ihnen geplante Landgut am Hochwald auf dem Gipkeshof vor (wir berichteten). Mit seiner Präsentation wollte Markus Bach das Vorhaben bestehend aus (Landhaus)Cafe Rosengarten, Pension und Reitsportzentrum "Cavalleria" den Labbeckern näher bringen. "Das ist nicht nur ein Projekt. Wir wollen Teil der Gemeinschaft werden", so Bach. "Natur - aktiv - genießen", auf diesen drei Bausteinen basiert der Aufbau der auf sieben Hektar angelegten Anlage.

Poller oder nicht?

Poller beibehalten oder entfernen – das ist derzeit die Frage im Wohnbereich Wyfeld/Birken-weg anlässlich eines Bürgerantrags. Da diese seinerzeit aufgrund der Anwohner aufgestellt wurden, waren die Bürger auch jetzt gefragt. Kurt Hannoschöck ließ kurz die Geschichte der Poller Revue passieren. Er habe die Anwohner im Wyfeld befragt, 90 Prozent hätten sich für die Poller entschieden. Dieses klare Votum nahm Giesbers auf. "Ich werde das so in den Rat tragen."

Quelle: RP

 
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