Xanten: Kommunionkleidung: Wieder große Nachfrage
zuletzt aktualisiert: 17.11.2009Xanten (RPO). Die Erstkommunion ist für alle Katholiken ein ganz besonderes Ereignis. Zum festlichen Anlass gehört natürlich die passende Kleidung. Mädchen gehen traditionell im langen weißen Kleidchen, mit oder ohne Haarschmuck, die Jungen im schicken Anzug. Eine große Auswahl verschiedener Outfits war jetzt wie jedes Jahr bei der Kommunion-Kleiderbörse im Wallfahrtsheim in Marienbaum zu erwerben. Die Tradition im November wurde einst vom Pfarrgemeinderat ins Lebengerufen und wird vom Verein zur Erhaltung der Wallfahrt und des Gemeindelebens St. Mariae Himmelfahrt Marienbaum weitergeführt. Am Wochenende war wieder der Andrang groß.
Ehrenamtliche Helferinnen
"Wie lange es die Kleiderbörse schon gibt, kann ich nicht genau sagen, aber ich mache das jetzt bestimmt schon seit zwölf Jahren", berichtete Martina Ehlert. In ihren Händen lag auch diesmal wieder die Organisation der Veranstaltung. Zusammen mit vierzehn ehrenamtlichen Helferinnen nahm Ehlert am Abend vor dem Verkauf die gebrauchte Kommunionkleidung entgegen, versah jedes Kleidungsstück mit einem Etikett, um es dem jeweiligen Verkäufer zuordnen zu können und sortierte die Sachen nach Jungen- und Mädchenkleidung sowie nach Größen.
Beim Aussuchen und Anprobieren im Birgittensaal waren die freundlichen Damen gerne behilflich. Der hintere Teil des Raumes war als Umkleidekabine mit großen Spiegeln ausgestattet. Auf langen Tischen lagen Jacken, Hemden und Schuhe bereit. Weiße Kleidchen hingen an den Wänden aufgereiht. Auch die passenden Accessoires wie Haarkränze und -reifen, wahlweise mit Stoffblumen oder künstlichen Perlen besetzt, sowie bunte Schlipse und Fliegen für die jungen Herren standen zur Auswahl.
Großes Einzugsgebiet
Die Kommunion-Kleiderbörse erfreut sich alljährlich großer Beliebtheit. "Die Leute kommen von überall her, aus Sonsbeck, Wesel, Ginderich, Kalkar oder Uedem", sagte Ehlert. Kleidung von etwa 80 Verkäufern war diesmal im Angebot.
Wer die Wahl hatte, hatte die Qual. Ein Kleid war schöner als das andere. Doch damit am großen Tag nichts zwickt und zwackt, sollte das Teil nicht nur gefallen, sondern natürlich auch passen. Die kleine Johanna wurde mit tatkräftiger Unterstützung von Mutter Sonja van den Heuvel schnell fündig. Die findet die Idee der Kleiderbörse prima. "Ich sehe keinen Sinn darin, für einen Tag ein neues Kleid zu kaufen", sagte die Sonsbeckerin. "Die Sachen hier sind alle noch sehr gut erhalten", fügte Oma Rosemarie Goertz hinzu. "Ich habe hier vor acht Jahren schon sehr schöne Kleidung für meinen Sohn bekommen", berichtete Carmen Bauling aus Lüttingen, die mit Tochter Michelle ein Kleid aussuchte.
Gute Qualität zum günstigen Preis – das war für viele Käufer ein starkes Argument.
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